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StilleAndacht vom 31. März

Die letzte StilleAndacht in diesem Jahr. Sie trägt den Titel „Globale StilleAndacht“.

 

Meine Hoffnung und meine Freude,
meine Stärke, mein Licht.
Christus, meine Zuversicht.
Auf dich vertrau ich und fürcht´ mich nicht,
auf dich vertrau ich und fürcht´ mich nicht.

 

Die Zeit vergeht. Es ist schon die dritte StilleAndacht, die wir hier ins Netz stellen. Draußen ist es jetzt schon seit Tagen recht still. Es ist als hätte sich in diesem Jahr alles umgekehrt. Es ist als würde die sonst so laute Welt draußen eine große StilleAndacht vollziehen. Es ist als brauchten wir die StilleAndacht in unserer St. Leonhardkirche gar nicht mehr.

Aber dann ist es, wenn wir in uns hineinhorchen, doch alles andere als still.

Geschäftspartner und Arbeitskollegen haben sich schon seit ein, zwei Wochen nicht mehr von Angesicht zu Angesicht gesehen. Das eine oder andere Missverständnis kommt auf. Bei der Telefonkonferenz kann man zwar Dinge miteinander besprechen, aber man sieht einander nicht. Mimik, Gestik oder einen kurzen Blick bräuchte man manchmal, um einander besser zu verstehen.

Äußerlich bleibt´s still, aber innerlich bewegt uns eine gewisse Unruhe. Wir versuchen die Zeit mit neuer Geschäftigkeit sinnvoll zu leben. Manch einer ist jetzt ganz in seinem Element und findet schnell neue Aufgaben. Ein anderer weiß noch nicht so recht, was er anfangen soll mit all der Zeit, die ihm auf einmal geschenkt ist.

Das große Projekt der globalen StilleAndacht, das wir gerade erleben, mag uns – wie wir es beim Kerzenschein in St. Leonhard oft erlebt haben – auch innerlich zur Ruhe verhelfen oder zumindest zu neuer Erkenntnis für unser Leben und unsere Welt.

Vielleicht braucht die Welt diese StilleAndacht, um umzukehren auf einen neuen Weg des Miteinanders, in der das Leben des Einzelnen wieder etwas zählt, in der Umwelt und Natur neu aufleben können und in der die Liebe, trotz des Todes, siegt.

Amen.