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Lampiongottesdienst – 20. Juni

Lampiongottesdienst im Garten der Wagnerei. Anbei finden Sie die Texte zur Feier zu Hause zum Nachlesen und für die eigene Andacht.

Ein paar Stimmen zum Gottesdienst:
„Schee wors. Danke.“
„Ich schließe mich der allgemeinen Stimmung an. Schee wors!“
„Danke für den schönen Gottesdienst gestern Nacht.“

 

Zum Eingang

Glocken

Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

 

Der Unbekannte
Gedicht von Joseph v. Eichendorff, 1837

Vom Dorfe schon die Abendglocken klangen,
Die müden Vöglein gingen auch zur Ruh,
Nur auf den Wiesen noch die Heimchen sangen
Und von den Bergen rauscht‘ der Wald dazu;
Da kam ein Wandrer durch die Ährenwogen,
Aus fernen Landen schien er hergezogen.

Vor seinem Hause, unter blühnden Lauben
Lud ihn ein Mann zum fröhl’chen Rasten ein,
Die junge Frau bracht Wein und Brot und Trauben,
Setzt dann, umspielt vom letzten Abendschein,
Sich neben ihn und blickt halb scheu, halb lose,
Ein lockig Knäblein lächelnd auf dem Schoße.

Ihr dünkt, er wär schon einst im Dorf gewesen,
Und doch so fremd und seltsam war die Tracht,
In seinen Mienen feur’ge Schrift zu lesen
Gleich Wetterleuchten fern bei stiller Nacht,
Und traf sein Auge sie, wollt ihr fast grauen,
Denn ’s war, wie in den Himmelsgrund zu schauen.

Und wie sich kühler nun die Schatten breiten:
Vom Berg Vesuv, der über Trümmern raucht,
Vom blauen Meer, wo Schwäne singend gleiten,
Kristallnen Inseln, blühend draus getaucht,
Und Glocken, die im Meeresgrunde schlagen,
Wußt wunderbar der schöne Gast zu sagen.

»Hast viel erfahren, willst du ewig wandern?«
Sprach drauf sein Wirt mit herzlichem Vertraun,
»Hier kannst du froh genießen wie die andern,
Am eignen Herd dein kleines Gärtchen baun,
Des Nachbars Töchter haben reiche Truhen,
Ruh endlich aus, brauchst nicht allein zu ruhen.«

Da stand der Wandrer auf, es blühten Sterne
Schon aus dem Dunkel überm stillen Land,
»Gesegn euch Gott! mein Heimatland liegt ferne. –«
Und als er von den beiden sich gewandt,
Kam himmlisch Klingen von der Waldeswiese –
So sternklar war noch keine Nacht wie diese.

 

Kein schöner Land
Adam Wilhelm von Zuccalmaglio, 1838

Kein schöner Land in dieser Zeit,
Als hier das unsre weit und breit,
Wo wir und finden,
Wohl unter Linden,
Zur Abendzeit!

Da haben wir so manche Stund´
Gesessen da in froher Rund´,
Und taten singen,
Die Lieder klingen,
Im Eichengrund!

Daß wir uns hier in diesem Thal,
noch treffen so viel hundertmal:
Gott mag es schenken,
Gott mag es lenken,
Er hat die Gnad´.

 

Gedanken

Kürzlich erhielt die „Kirche-Köditz“ per WhatsApp-Nachricht folgenden Witz weitergeleitet:
Ein Oberfranke sitzt gemütlich auf dem Staffelberg und schaut in den Gottesgarten. Da setzt sich Gott neben ihn und macht das Gleiche. 
Nach einer Weile nimmt der Oberfranke seinen ganzen Mut zusammen und fragt: „Gott, was machst du bei uns in Oberfranken?“ Gott antwortet: „Home-Office, mein Sohn, Home-Office!“

Gott ist uns nahe.
Immer wieder dürfen wir das entdecken.
Wir spüren, wir sind nicht allein.
Da sind andere, denen wir wichtig sind.
Da ist jemand, der uns braucht.

Aber wir sehen Gott nicht.
Darum leiden wir auch daran, dass er uns scheinbar ferne bleibt.
Home-Office hieß für manch einen in den zurückliegenden Monaten:
– Stress in der Familie
– Unzufriedenheit mit mir selbst
– Langeweile
– Sorge um die Zukunft meiner Arbeit
– schlaflose Nächte
– pausenloses Organisieren

Wo bist du Gott – in meinem Leben?
Dicht neben mir sitzend, wie ein naher Angehöriger, wie ein Freund, der mich begleitet?
Wie ein Wanderer aus fernen Welten – bald hier, bald wieder weg?

Wo ist deine Heimat Gott?
Hier bei uns im Home-Office – oder nicht doch im Himmel?

– Stille – 

Gott, wir bitten dich,
bleibe bei uns an diesem Abend,
in dieser Zeit der Ungewissheit.
Schenke uns die Kraft,
dir zu vertrauen.
Amen.

 

Im schönsten Wiesengrunde
Text: Wilhelm Ganzhorn, 1853
Melodie: Volksweise um 1850

Im schönsten Wiesengrunde
ist meiner Heimat Haus;
da zog ich manche Stunde
ins Tal hinaus.
Dich, mein stilles Tal,
grüß‘ ich tausendmal!
Da zog ich manche Stunde
ins Tal hinaus.

 

Verkündigung

 

Lesung – Genesis 18,1-16

1 Und der HERR erschien ihm im Hain Mamre, während er an der Tür seines Zeltes saß, als der Tag am heißesten war. 2 Und als er seine Augen aufhob und sah, siehe, da standen drei Männer vor ihm. Und als er sie sah, lief er ihnen entgegen von der Tür seines Zeltes und neigte sich zur Erde 3 und sprach: Herr, hab ich Gnade gefunden vor deinen Augen, so geh nicht an deinem Knecht vorüber. 4 Man soll euch ein wenig Wasser bringen, eure Füße zu waschen, und lasst euch nieder unter dem Baum. 5 Und ich will euch einen Bissen Brot bringen, dass ihr euer Herz labt; danach mögt ihr weiterziehen. Denn darum seid ihr bei eurem Knecht vorübergekommen. Sie sprachen: Tu, wie du gesagt hast. 6 Abraham eilte in das Zelt zu Sara und sprach: Eile und menge drei Maß feines Mehl, knete und backe Brote. 7 Er aber lief zu den Rindern und holte ein zartes, gutes Kalb und gab’s dem Knechte; der eilte und bereitete es zu. 8 Und er trug Butter und Milch auf und von dem Kalbe, das er zubereitet hatte, und setzte es ihnen vor und blieb stehen vor ihnen unter dem Baum, und sie aßen.

9 Da sprachen sie zu ihm: Wo ist Sara, deine Frau? Er antwortete: Drinnen im Zelt. 10 Da sprach er: Ich will wieder zu dir kommen übers Jahr; siehe, dann soll Sara, deine Frau, einen Sohn haben. Das hörte Sara hinter ihm, hinter der Tür des Zeltes. 11 Und sie waren beide, Abraham und Sara, alt und hochbetagt, sodass es Sara nicht mehr ging nach der Frauen Weise. 12 Darum lachte sie bei sich selbst und sprach: Nun, da ich alt bin, soll ich noch Liebeslust erfahren, und auch mein Herr ist alt! 13 Da sprach der HERR zu Abraham: Warum lacht Sara und spricht: Sollte ich wirklich noch gebären, nun, da ich alt bin? 14 Sollte dem HERRN etwas unmöglich sein? Um diese Zeit will ich wieder zu dir kommen übers Jahr; dann soll Sara einen Sohn haben. 15 Da leugnete Sara und sprach: Ich habe nicht gelacht –, denn sie fürchtete sich. Aber er sprach: Es ist nicht so, du hast gelacht.

 

Weißt du wieviel Sternlein stehen
Text: Wilhelm Hey 1837
Melodie: Volkslied um 1818

Weißt du, wieviel Sternlein stehen
an dem blauen Himmelszelt?
Weißt du, wieviel Wolken gehen,
weithin über alle Welt?
Gott der Herr hat sie gezählet,
daß ihm auch nicht eines fehlet
an der ganzen großen Zahl,
an der ganzen großen Zahl.

Weißt du wieviel Mücklein spielen
in der hellen Sonnenglut,
wieviel Fischlein auch sich kühlen
in der hellen Wasserflut?
Gott der Herr rief sie mit Namen
daß sie all ins Leben kamen,
daß sie nun so fröhlich sind,
daß sie nun so fröhlich sind.

Weißt du wieviel Kinder frühe
stehn aus ihrem Bettlein auf,
daß sie ohne Sorg und Mühe
fröhlich sind im Tageslauf?
Gott im Himmel hat an allen
seine Lust, sein Wohlgefallen;
kennt auch dich und hat dich lieb,
kennt auch dich und hat dich lieb.

 

Predigt

Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater und dem Herrn Jesus Christus. Amen.

Liebe Gemeinde,

in einer klaren Sommernacht lockten die Eltern uns Kinder einst hinaus zu einem nächtlichen Sparziergang, um an den Himmel zu blicken. Wir waren mit ihnen im Dunkel fasziniert von den vielen funkelnden Sternen. Je länger wir unseren Kopf nach oben wandten, umso mehr Sterne erschlossen sich unserem Blick. Fasziniert von der unendlichen Weite des Alls kehrten wir in unseren Gedanken wieder zur Erde zurück, auf der unsere Füße uns hielten. Wie klein wir doch sind in dieser Welt und trotzdem nicht verloren.

Viele Jahre später schauten wir verliebt in den Himmel, die Nähe einer vertrauten Person spürend. Das unfassbare Glück spiegelte sich im Glanz der Sterne. Wir suchten gemeinsam Sternbilder. Wir suchten die Zukunft zu ergründen, ob die gemeinsame Zukunft trägt.

Unterm Sternenhimmel saßen wir mit Freunden und freuten uns des Lebens in einer lauen Sommernacht. Die Sterne waren da gar nicht im Blickfeld, denn es wurde gegessen, getrunken, gelacht. Aber der gestirnte Himmel war doch da. Und als auf einmal ein ernster Gedanke in froher Runde zur Sprache kam, als es still wurde und nachdenklich, da war es tröstlich, unter der Weite des Himmels die Nähe der anderen zu spüren.

Weißt du wieviel Sternlein stehen? – Abraham, von dem die Bibel ganz am Anfang erzählt, wurde auch einst hinausgelockt unter den nächtlichen Himmel. War es eine ruhelose Nacht, in der er so in seinen Gedanken gefangen war, dass er keinen Schlaf fand? Oder war es etwas Unbekanntes, Fremdes, das ihn anzog, den Blick an den Himmel zu lenken?

Weißt du wieviel Sternlein stehen? – Nein, so viele Sterne kann kein Mensch zählen. Abraham staunt – wie wir. Er staunt aber noch über etwas Anderes: Gott sagt ihm zu, dass das, was er niemandem zutraut, möglich wird. Gott sagt ihm zu: Du wirst so viele Kindeskinder haben wie es Sterne am Himmel gibt. Dein Leben hat Zukunft. Dein Leben ist nicht verloren in den weiten des Alls.

Vielleicht besänftigt Abraham das und er kommt zur Ruhe. Vielleicht auch nicht. Es heißt: Abraham vertraute Gott. Vielleicht konnte er auch deswegen eher als Sarah in dem Unbekannten, in den drei Männern, Gott selbst am Werke sehen.

In dem Gedicht von Eichendorff ist es anders als bei Abraham – und dann doch wieder ganz ähnlich. Der unbekannte Wanderer ist faszinierend. Er kommt aus der Fremde. Er sucht offenbar keine Ruhe, sondern genießt die Rastlosigkeit seines Lebens. Seine Heimat ist nicht hier, sie liegt irgendwo in der Ferne.

Er wird von dem Hausherrn eingeladen. Der bewirtet ihn mit Wein und Brot und Trauben. Der Hausherr will ich ihn festhalten am Ort. Such dir eine Frau, bau ein Haus, lass dich nieder. Fasziniert von ihm ist auch die Frau mit dem Kind. Sie meint ihn wieder zu erkennen. War er nicht schon einmal hier? Sie blickt in seine Augen und erkennt in ihnen den Himmelsgrund und trotzdem bleibt diese Begegnung für sie schaurig, mit wechselnden Gefühlen verbunden.

Der Fremde bleibt in seinem Innersten ihren Blicken doch entzogen. Er ist ein Sinnbild wie der Besucher bei Abraham ein Sinnbild ist für den einen Gott, der uns nahe ist und doch zugleich in der größten Nähe immer ferne bleiben wird. Er ist ein Sinnbild für unseren Mitmenschen, der – auch wenn er uns nahe ist – doch zugleich immer ein wenig fremd bleiben wird, ein Rätsel, das im Besten Sinne faszinierend bleibt.

Die Sehnsucht richtet sich darauf, einander wirklich zu begegnen. Ob es die Kinder mit ihren Eltern sind, die Liebenden, die Freunde und Bekannten in froher Rund´ – immer ist da die Sehnsucht, einander wirklich zu sehen, wie wir sind. Und doch bleibt uns der letzte Blick entzogen.

Es ist der Himmelsgrund. Die unendliche, nicht erforschbare Weite des Himmels ist ein Sinnbild dafür. Die Sterne sind feste Lichtpunkte der Zuversicht. Sie erzählen uns, dass wir nicht verloren sind bei Gott, dass wir einer sind von den Vielen, die Gott erwählt hat zu seinen Kindern.

Das Eichendorff-Gedicht hat weihnachtliche Anklänge. Das lockig Knäblein auf dem Arm der Mutter, das himmlisch Klingen in sternenklarer Nacht erinnern uns heute am Sommeranfang an den Heiligen Abend. Da ist Gott zu Hause bei uns. Da ist keine Ferne mehr spürbar, und doch ist der Wanderer am Ende entschwunden.

Vielleicht ist er doch eher der Bote, der wie der Engel am sternenklaren Weihnachtshimmel einen Blick in den offenen Himmel – auf den Gottessohn – eröffnet. Aber wir müssen selbst sehen, losgehen wie die Hirten, wie Abraham und Sarah, um das Heil zu begreifen, das uns Gott schenken will.

Von Mensch zu Mensch: Als Kinder, die ihren Eltern vertrauten, als sie uns die Welt zeigten. Als wir mit ihnen staunten und begriffen, dass wir – obwohl die Welt so unendlich weit ist – doch Kinder dieses einen Gottes bleiben und Kinder unserer Eltern. Aneinander gewiesen in unseren Familien bleiben wir, auch wenn wir älter werden.

Als Menschen, die anderen Menschen vertrauen schenken und gemeinsam die Zukunft gestalten und leben wollen. In Liebe und Treue zueinander zu stehen auch über so manche Verstimmung hinweg.

Als Menschen, die andere Menschen trösten, in dem sie zuhören und da sind, vielleicht auch mal als fremde Freunde ein Wort der Zuversicht sprechen und die Trauer und das Leid teilen.

Unter Gottes Sternenhimmel sind und bleiben wir seine Kinder. Sara lachte, weil sie es nicht für möglich hielt, dass Gott ihrem Leben eine ganz neue Wendung geben würde. Manchmal sind es die kleinen Dinge, die Großes bewirken. Manchmal sind wir selbst es, die anderen sich schenken können, mit ihrer Zeit, mit ihrem Leben, ihrer Liebe. Wenn wir einander so viel tun können, sollte Gott dann etwas unmöglich sein?

Das Vertrauen Abrahams ist so groß. So groß, dass er sich mit dem fremden Unbekannten in ein intensives Gespräch verwickelt. Es mündet angesichts des drohenden Untergangs von Sodom und Gomorrha in einer Bitte für die Gerechten: Sie mögen verschont bleiben. Gott ist nichts unmöglich. Er lässt seinen Zorn walten und er rettet auch.

Wo immer die Welt ausweglos erscheint, Gott rettet. Er rettet durch ein Kind, das er Abraham und Sarah schenkt. Im neuen Testament ist es das Gotteskind Jesus Christus, das der Maria geschenkt wird, denn bei Gott ist nichts unmöglich. Und dieses Kind rettet die Welt. Es rettet uns, in dem wir selbst umkehren. So werden wir selbst zu Gotteskindern.

Weißt du wieviel Sternlein stehen? Eines für jeden von uns. Bei Gott sind wir nicht verloren, auch wenn diese Welt verloren erscheint.

Amen.

Und der Friede Gottes, der höher ist als alle unsere Vernunft bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus. Amen.

 

Lobe den Herren
Text: Joachim Neander 1680, ökumen. Fassung.
Melodie: 17. Jh. 

Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren,
lob ihn, o Seele, vereint mit den himmlischen Chören.
Kommet zu hauf, 
Psalter und Harfe wacht auf,
lasset den Lobgesang hören.

Lobe den Herren, der alles so herrlich regieret,
der dich auf Adelers Fittichen sicher geführet,
der dich erhält,
wie es dir selber gefällt;
hast du nicht dieses verspüret?

Lobe den Herren, der künstlich und fein dich bereitet,
der dir Gesundheit verliehen, dich freundlich geleitet.
In wieviel Not
hat nicht der gnädige Gott
über dir Flügel gebreitet.

 

Gebet und Segen

Fürbittengebet

Vater im Himmel,
wir danken Dir für diesen Tag, für diese Woche,
die wir in Deine Hände zurücklegen,
mit allem, was uns beschwert hat,
und allem, was uns glücklich gemacht hat.

Vater im Himmel,
wir bitten dich,
lass uns Liebe und Zuneigung erfahren in diesen Zeiten der Distanz,
lass allen den Mut nicht verlieren,
auch das Schwere anzunehmen und das Unbequeme.

Vater im Himmel,
wir bitten dich für alle,
die Angst haben vor der Zukunft,
die um sich und ihren Arbeitsplatz bangen,
die um ihr Geschäft Sorge tragen.

Vater im Himmel,
wir bitten dich für alle,
die krank sind und leiden,
die verzweifelt sind und nicht weiter wissen,
die um einen lieben Menschen trauern und untröstlich sind.

Vater im Himmel,
du willst uns allen nahe sein,
auch wenn wir Deine Nähe nicht immer spüren,
zeige dich uns, wenn wir Deiner bedürfen.
Amen.

Vaterunser

Segen

Abend ward, bald kommt die Nacht
Text: Rudolf Alexander Schröder, 1942.
Melodie: Samuel Rothenberg, 1948.

Abend ward, bald kommt die Nacht,
schlafen geht die Welt;
denn sie weiß, es ist die Wacht
über ihr bestellt.

Einer wacht und trägt allein
ihre Müh und Plag,
der lässt keinen einsam sein,
weder Nacht noch Tag.

Jesu Christ, mein Hort und Halt,
dein gedenk ich nun,
tu mit Bitten dir Gewalt:
Bleib bei meinem Ruhn.

Wenn dein Aug ob meinem wacht,
wenn dein Trost mir frommt,
weiß ich dass auf gute Nacht
guter Morgen kommt.