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Gottesdienst am Palmsonntag

Hier können Sie den Gottesdienst zum Palmsonntag von Pfr. Dr. Matthias Westerhoff in der Onlinefassung mithören.

 

Zum Eingang

Seid willkommen heute am Palmsonntag im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes am Tor zur Karwoche. Jesus zog in Jerusalem ein und begab sich damit bewusst in die Höhle des Löwen.

Die Auseinandersetzung mit Staat und Religion endete für ihn tödlich und wurde für uns zum Tor des Lebens, damit wir erlöst werden, „die durch Furcht vor dem Tod im ganzen Leben Knechte sein mussten.“ (Hebr. 2,15)

Lasst uns beten mit Worten des 69. Psalms

In Schmach, Schande und Scham

Gott, hilf mir!
Denn das Wasser geht mir bis an die Kehle.
Ich versinke in tiefem Schlamm, wo kein Grund ist;

ich bin in tiefe Wasser geraten,
und die Flut will mich ersäufen.

Ich habe mich müde geschrien,
mein Hals ist heiser.

Meine Augen sind trübe geworden,
weil ich so lange harren muss auf meinen Gott.

Denn um deinetwillen trage ich Schmach,
mein Angesicht ist voller Schande.

Ich bin fremd geworden meinen Brüdern
und unbekannt den Kindern meiner Mutter;

denn der Eifer um dein Haus hat mich gefressen,
und die Schmähungen derer, die dich schmähen,
sind auf mich gefallen.

Ich aber bete, HERR, zu dir zur Zeit der Gnade;
Gott, nach deiner großen Güte
erhöre mich mit deiner treuen Hilfe.

Ich warte, ob jemand Mitleid habe, aber da ist niemand,
und auf Tröster, aber ich finde keine.

Sie geben mir Galle zu essen
und Essig zu trinken für meinen Durst.

Ich aber bin elend und voller Schmerzen.
Gott, deine Hilfe schütze mich!

            Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist
wie im Anfang so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.

Lasst uns beten:
Jesus Christus,
sie haben dir zugejubelt
und dich dann doch allein gelassen.
Du wurdest gefoltert und getötet.
Wir erschrecken über die dunklen Möglichkeiten,
die wir in uns tragen.
Schenke uns Klarheit über uns selbst,
und wende Willen, Herz und Verstand zum Guten.
Hilf uns um deiner Liebe willen.
Amen.

 

Predigt

Hebräer 11,1-2. 8-12. 39-40; 12,1-3

11,1 Es ist aber der Glaube die Wirklichkeit des Erhofften, der Beweis von Dingen, die man nicht sieht. 2 Denn für diesen haben die Alten Zeugnis abgelegt.

8 Im Glauben berufen gehorchte Abraham, dass er herausgehe an einen Ort, den er zum Erbe empfangen sollte, und er zog aus, ohne zu wissen, wohin er ging. 9 Im Glauben übersiedelte er als Fremder in das Land der Verheißung wie in ein fremdes, indem er in Zelten wohnte, genauso wie Isaak und Jakob, die Miterben derselben Verheißung. 10 Denn er erwartete die Stadt, die Fundamente hat, dessen Baumeister und Schöpfer Gott ist. 11 Im Glauben empfing auch Sarra selbst die Kraft zur Einsenkung des Samens, auch gegen den Zeitpunkt des Alters, da sie den, der es verheißen hat, für treu erachtete. 12 Daher wurden sie von einem gezeugt, und das von einem, der schon erstorben war, so wie die Sterne am Himmel an Menge und wie der Sand, der am Ufer des Meeres ist, der unzählbare.

39-40 Und diese alle, die um des Glaubens willen ein gutes Lob empfingen, erlangten nicht die Verheißung, da Gott für uns etwas Besseres vorausgesehen hatte, damit sie nicht ohne uns vollendet würden.

12,1 Daher also auch wir, da wir eine so große Wolke von Zeugen ums uns liegen haben, ist es nötig, dass wir, indem wir alles ablegen, auch die leicht bestrickende Sünde, durch Geduld den uns vorliegenden Wettkampf laufen, indem wir zu dem Anfänger und Vollender des Glaubens, Jesus, aufblicken, welcher anstatt der ihm vor Augen liegenden Freude ausgeharrt hat, indem er das Kreuz der Schande geringachtete, sich zur Rechten des Thrones Gottes gesetzt hat. 3 Erwägt denn den, der einen derartigen Widerspruch gegen sich selbst von den Sündern erduldet hat, damit ihr nicht ermüdet in euren Seelen in dem ihr kraftlos werdet.

 

Liebe Gemeinde,

I Widerspruch

„Gedenkt an den, der so viel Widerspruch gegen sich von den Sündern erduldet hat.“ Zunächst lief er ja in der Applauskurve: „Hosianna, gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn, der König von Israel“ (Joh 12,13). Dann, ein paar Tage später, nannte man ihn in der Anklage vor Pilatus einen „Übeltäter“ (Joh 18, 30). Pilatus befragte Jesus unter vier Augen wegen des Anklagepunktes, den man aus seiner Frage heraushören kann: „Du bist der König der Juden“? (Joh 18,33). Es gab damals keinen König von Israel. Aber gerade diesen Beruf hatte ihm die begeisterte Menge am Palmsonntag angetragen. „Gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn, der König von Israel.“ (Joh 12,13). Und auch noch ein König von Gottes Gnaden. Total das Mittelalter oder was? Vielleicht waren die Leute, die da auch noch die schönen Bäume beschädigt haben, wirklich durch den Wind. Hier geht schon unser Widerspruch los. Für unsere Tradition ist Jesus was fürs Herz: „Ich bin klein, mein Herz ist rein, soll niemand drin wohnen als Jesus allein.“ Aber für das große Ganze, die Stadt, unser gesellschaftliches Zusammenleben hat er nichts zu sagen. Jesus, warum hast Du dir das Hosianna-Gebrüll der Leute gefallen lassen? Wir wissen es besser: Du bist ein König der Herzen und nichts weiter sonst, verstehst du das?

Aber du musstest ja das Gebrüll der Leute akzeptieren und Dir diese Anklage einhandeln, die lautet: ein politisch gefährlicher Hochstapler zu sein, der, was er behauptet zu sein, nicht ist, und trotzdem Unruhe bringt und die ganze Nation der Juden vor dem Kaiser in Rom in ein schlechtes Licht setzt – das ist der Anklagepunkt. Wenn jemand einfach nur so ein Hochstapler ist, ist er ein harmloser Spinner, aber wenn er durch sein Auftreten das ganze Volk diskreditiert, dann wird er zur Gefahr für das Volk und muss weg (Johannes 11,50).

Er habe sich selbst zum Sohn Gottes erklärt, war ein weiterer Anklagepunkt (Joh 19,7). Das wäre ein religiöser Hochstapler, einer der irgendwie behauptet, Gott hat mich gesandt, er hat zu mir gesprochen und der mit seinen Reden Leute einfängt und eine Sekte gründet. Beide Anklagepunkte hängen miteinander zusammen. Denn das Geheimnis der Könige, die In Jerusalem saßen, so lange es sie gab, war: Dass der Gott Israels Vater ist und der Vater den König zum Sohn erklärt. „Gelobt sei der da kommt im Namen des Herrn“, wer da kommt, das ist der Sohn.

Es ist ein scharfer Widerspruch, den wir hier einlegen. Gott ist geheimnisvoll. Er muss für alle gleich geheimnisvoll sein. Niemand kann hier behaupten, er sei Sohn. Denn das würde heißen, dass er in das Geheimnis Gottes eingeweiht wäre, mehr als die anderen. Alle sind gleich vor Gott, Jesus, wusstest du das nicht? Aber wir wissen es und widersprechen dir.

Das führt uns zu dem Anklagepunkt zwischen den Zeilen Wir hören ihn heraus, wenn die Pharisäer kopfschüttelnd sagen: „Ihr seht, dass ihr nichts ausrichtet; siehe alle Welt läuft ihm nach.“ (Joh 12,19). Das ist das Gefühl derer, die ihre Felle davonschwimmen sehen. Er stiehlt ihnen die Schau. Sie wollten die Lehrer des Volkes sein, aber die Leute laufen ihm nach. Pilatus erkannte, dass sie ihn aus Neid überantwortet hatten, bezeugt der Evangelist Matthäus (Mt 27,18).

Einen Menschen, den man beneidet, hasst man, weil er so bei den Leuten ankommt, so schön ist, weil ihm alles leicht von der Hand geht und man selber macht sich so große Arbeit, Mühe und Sorgen und gewinnt keinen Blumentopf.

Irgendetwas ärgert an Jesus und fordert den Widerspruch der Sünder heraus. Von dem Geheimnis Jesu heißt es ganz am Anfang des Johannesevangeliums: „Das Gesetz ist durch Mose gegeben, die Gnade und Wahrheit ist durch Jesus Christus geworden“ (Johannes 1,16). Das Gesetz muss man mit Mühe erfüllen, man bemüht sich, ein guter Mensch zu sein, aber die Gnade kommt einfach so.

Wenn die Gnade einfach so kommt und jemand sagt: Wow, das ist alles für mich? Einfach so? Dann ist das Glaube. Der geheimnisvolle Schreiber des Hebräerbriefs nennt Jesus den Anfänger und Vollender des Glaubens, weil er eben diese Explosion im Herzen zündet: Das kann nicht sein, ist das alles für mich? Die ganze Gnade, die ganze Wahrheit.

Gleichzeitig erntet Jesus bei uns, den Sündern heute, Widerspruch. Vielleicht der stärkste: Du lässt dich als König feiern, widersprichst jedenfalls nicht – Wo ist deine Regierung? Die Welt ist so wie eh und je, die Menschen sind die gleichen geblieben. Dass du gekommen bist, hat überhaupt nichts genützt. Die Menschen tun einfach, was sie wollen: Eltern achten ihr Kinder nicht, Frauen, Kinder, auch Männer werden vergewaltigt, wer ein Wirtschaftsverbrechen begeht, behauptet z. B. die Existenz von Vermögen, das nicht da ist so wie beim Wirecard-Skandal.

Und durch was sind deine Worte gedeckt, wenn Du behauptest, ein König zu sein? Du behauptest, etwas zu sein und bist es nicht, trotz aller deiner Sprüche.

Von allem Widerspruch lässt sich das Weizenkorn nicht beirren, das Weizenkorn fällt in die dunkle Erde, stirbt, bringt viel Frucht, pflanzt Glauben auch bei uns ein: Soviel Gnade – alles für mich? Kein Vorwurf? Kein Zeitlimit, das gesetzt wird? Wahrheit und Klarheit – alles meins?

II Enge

Der Glaube steht immer in Gefahr, vom Widerspruch eingeschüchtert zu werden, von außen, von innen. Darum sagt der besorgte Briefschreiber: „Lasst uns ablegen die Sünde, die uns umstrickt.“

Der Widerspruch sagt: Die Kirche hier in unserem Stadtviertel richtet nichts aus. Was hier drin gesagt wird, entfaltet draußen keine Wirkung. Darum schrumpft der Glaube zusammen oder ist in Gefahr, zusammenzuschrumpfen auf ein bisschen Hoffnung auf persönliches Glück trotz der eigenen Ungeschicklichkeit. Ende der Sackgasse ist der Rückzug auf das eigene Herz: „Soll niemand drin wohnen als Jesus allein.“ Aber realistisch betrachtet gibt es dann eben doch noch einen Mitbewohner, der sagt: Jesus taugt nichts.

Aber eben das macht Jesus auch mit. Denn auch er ist zu einem Nichts zusammengeschrumpft: Er hat das Kreuz erduldet und die Schande gering erachtet. Die Schande war mit Händen zu greifen, als sie ihn verspotteten und sprachen: „Der Christus, der König von Israel, er steige nun vom Kreuz, damit wir sehen und glauben“ (Markus 15,32). Er stieg nicht herab und es gab keine Leute mehr, die sangen: „Hosianna! Gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn, der König von Israel“. „König von Israel“ haben sie schon noch gesagt, aber mit zynischem, bitterem Spott. Jesus kann mitleiden, wenn wir zusammengeschrumpft sind auf uns selber.

Wir brauchen keine Angst zu haben, wenn unser Glaube auf ein kleines Nichts zusammengeschmolzen ist, so wie es heißt im Psalm: „Mein Herz ist in meinem Leibe wie zerschmolzenes Wachs“ (Psalm 22,15). Denn Jesus war auch ganz verächtlich geworden.

III Weite

Andererseits ist im Menschen auch so etwas drin, die Sehnsucht nach Weite. Sonst täten sie sich nicht in den Flieger setzen und nach Mallorca fliegen, wer es sich leisten kann, einfach um der heimischen Enge zu entkommen. Denn irgendwie hasst es der Mensch, auf sich selbst zusammenzuschrumpfen und er sucht Weite. Auch der Gottesdienstbesucher hat, denke ich, dieses Sehnen: Es muss doch etwas Großes geben, in dem mein kleines Leben Sinn findet.

Der liebevoll bemühte Schreiber des Hebräerbriefs zieht alle Register. Er ist ein Bibelfuchs und breitet vor den Herzen der verzagten Christen, die es auch schon damals gab, eine große Collage mit den Helden des Alten Testaments aus. „Wolke von Zeugen“ nennt er sie. Heute haben wir bloß eine Rosine herausgepickt, ein paar Verse über Abraham und Sara. Sie werden als Vorbilder des Glaubens vorgestellt. An Vorbildern soll man sich aufrichten können. Ich weiß nicht, ob die pädagogische Absicht dieses Bibelpedanten etwas fruchtet. Aber probieren können wir’s ja. Abraham hatte den Ruf gehört. Er wusste nicht, wohin die Reise geht. Er war in dem Land, das heute Israel heißt, teils auch Palästina genannt wird, wie ohne Pass, wie ein Staatenloser. Und doch sollte es das Land der Verheißung für ihn und seine Nachkommen sein, So zahlreich wie die Sterne am Himmel, so unzählbar wie der Sand am Meer sollten sie sein.

Das verzagte Herz darf mal Urlaub auf dem Lande machen, bei Abraham und Sara im Zelt, Weite sehen, Urlaub nehmen von der engen Stadt mit ihren verrückten Inzidenzwerten.

Der verzagte Christ soll vom Glauben Abrahams und Saras lernen: „Sara, die unfruchtbar war, empfing Kraft, Nachkommen hervorzubringen trotz ihres Alters; denn sie hielt den für treu, der es verheißen hatte“ (Hebr. 1,11). Nach dem Motto des Liedes, das Udo Jürgens sang: „Mit sechsundsechzig Jahren, da fängt das Leben an.
Mit sechsundsechzig Jahren, da hat man Spaß daran.
Mit sechsundsechzig Jahren, da kommt man erst in Schuss
Mit sechsundsechzig ist noch lange nicht Schluss.“

Mit der Erinnerung an solche Gestalten wie Abraham und Sara, will der besorgte Pädagoge uns den Glauben schützen helfen, wie man eine Kerzenflamme im Wind durch eine hohle Hand schützt. Am Großen soll der Glaube bleiben, an der Sicht auf den bestirnten Himmel, auf den großen Horizont am Meer, wenn man am Strand Kilometer gehen kann. Think Big, war ein Slogan der neuseeländischen Wirtschaftspolitik in den achtziger Jahren, „Denke groß!“

Gesehen haben Sara und ihr Abraham auch bloß ein Kind, ihren Sohn Isaak. Nicht einmal die Enkel haben sie gesehen. Aber sie haben gewusst, der Bub Isaak, der ist schon das Volk, „so wie die Sterne am Himmel an Menge und wie der Sand, der am Ufer des Meeres ist, der unzählbare.“ Denn der Glaube ist ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht“, sagt der Hebräerbrief.

Diese Alten aus dem Alten Testament geben uns heute den Mut dazu, zu bekennen, Er ist: „eine feste Zuversicht dessen, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht.“

Jetzt muss ich noch auf etwas zu sprechen kommen, was überhaupt nicht passt. Mitten im Landurlaub bei Abraham und Sara kommt die Stadt wieder hinein: „Denn er wartete auf die Stadt, die einen festen Grund hat, deren Baumeister und Schöpfer Gott ist“ (Hebräer 11,10). Der Glaube Abrahams zielt auf ein Zusammenleben in einer städtischen Gemeinschaft mit ihrem Lärm, mit den vielen Nationen, mit ihren Plätzen und stillen Gärten. Plötzlich sehen wir wieder Jesus, wie er in die Stadt einzieht, als König, umstritten, ganz still auf dem Esel.

So dürfen wir auch glauben, dass diese Kirche in unserer Stadt sinnvoll ist, dass sie Nachkommen hat und Kinder und Enkel haben wird und dass die Nachbarschaft davon Kenntnis nehmen wird, auch wenn man’s noch nicht sieht. Den weiten Himmel Abrahams und Saras, den Sternenhimmel von einem Ende bis zum anderen, dürfen wir gerne in unsere Häuserschluchten mitnehmen.

Der Seelsorger und Briefschreiber geht sogar so weit zu sagen, dass die Geschichte der Helden des Alten Testaments gar nicht abgeschlossen ist: Ohne uns sollten sie nicht vollendet werden. Die Geschichte der Helden des Glaubens des Alten Testamentes hat ein offenes Ende. Sie wollen, dass wir sie mitnehmen. Ohne uns sollten sie nicht vollendet werden. Wir wären das Happy End ihrer Geschichte? Starkes Stück! Große Ehre.

Das heißt, dass sie auf unseren Glauben, auf unsere Kreativität, wie man so sagt, großes Vertrauen setzen. Und dass der Glaube „eine feste Zuversicht ist dessen, was man hofft und ein Beweis dessen, was man nicht sieht“ das lernen Abraham und Sara von uns genauso wie wir es von ihnen lernen.

Gerade hat eine Mutter, die nach Unzufriedenheit in ihrem ersten Beruf eine neue Berufung gefunden hat und noch einmal die Schulbank drückt, Ruhe zum Lernen bei uns gefunden, indem sie in der Sakristei sitzt und auf ihre Klausuren lernt. Das ist für mich ein Zeichen der Hoffnung des Glaubens, dass man auch ein bisschen später im Leben seinem eigenen Traum folgen kann, für uns sei es ein Zeichen der Hoffnung des Glaubens, dass die Kirche ein Ort ist, an dem Menschen Ruhe finden und dann gestärkt hinauszugehen und vielleicht sicherer ihren Weg gehen und mithoffen und mitglauben für den, der hinter der Tür neben ihrer Wohnung wohnt. Im Glauben, dass der König auf dem Grautier hier schon eingezogen ist, lasst uns Entdeckungen machen.

Der Friede Gottes, der höher ist als unsere Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus. Amen.

 

Gebet und Segen

Lasst uns beten:

Lieber Gott,
Deine Art in Christus hat etwas Spontanes,
entbehrt nicht der Dynamik und führt zu einem erstaunlichen Ende.
Am Anfang lässt du dir das Lob vermischt mit tiefem Sehnen gefallen.
Erwecke auch unsere Stimmen, dass wir nicht aufhören,
kindlich unsere Hoffnung auf dich zu setzen.
Lass uns dir nachfolgen in lebendigem Streit,
dass wir dem Töten nicht tatenlos zusehen,
wenn Menschen ihre Träume begraben
und sich dabei erwachsen vorkommen,
und als du festgenagelt warst, da war es die Liebe, auf die du dich festnageln ließest.
Hilf uns durch die Kraft deines Heiligen Geistes, dass wir dir folgen
auf dem Pfad, welcher die Liebe heißt. Wir rufen zu dir:

Erbarme dich, Gott.

Wir bitten dich für alle,
die du in die Nachfolge berufen hast,
dass du ihnen treue Freunde gibst auf dem Wege,
Wir bitten dich für die, welche lehren,
dass sie ihre Studentinnen und Studenten faszinieren
mit der Suche nach der Wahrheit,
denn du hast uns gefunden, ehe wir dich suchten,
und lass uns die Gemeinschaft der Heiligen etwas wert sein,
dass wir hingehen, taufen, Kirchen pflegen und Gemeinden fördern,
gute Nachbarn seien und den finden, der unsere Hilfe braucht
oder der uns helfen will. Wir rufen zu dir:

Erbarme dich, Gott.

Wir bitten dich um das Wachstum des Friedens
zwischen den Armen, welche die Pandemie besonders trifft
und den Reichen, welche sie eher abfedern können. Wir bitten dich für das Land Brasilien um Hilfe in der Not,
um jemanden, der den Kindern, die jetzt ohne Schule bleiben müssen, weil sie über kein Endgerät verfügen und sich nicht einloggen können,
beim Lernen hilft,
für die jungen Leute in Myanmar,
die für Recht und Freiheit einstehen und für die Machthabe um das Ende sinnloser Gewalt.
Falle denen in den Arm, die auf Menschen einschlagen. Wir rufen zu dir;

Erbarme dich, Gott.

Nimm dich unser gnädig an, Rette und erhalte uns,
Gottes Sohn, König von Israel. Lass uns wohnen in der Stadt auf dem Berge, in welcher du selbst die Straßen erleuchtest, Heiliger Geist.

Amen.

Vater unser …

Der HERR segne dich und behüte dich;

Der HERR lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig;

Der HERR hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

Es segne und behüte Euch der allmächtige Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen.