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Gottesdienst am 7. Juni – Trinitatis

Detail aus dem Altar der Kirche von Marlesreuth, Landkreis Hof.

Trinitatis ist das Fest der Dreieinigkeit, das wir am 1. Sonntag nach Pfingsten feiern. Christen glauben an Gott, der sich in drei Gestalten zeigt: als Vater, Sohn und heiliger Geist.

 

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Im Namen des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes. Amen.

Liebe Gemeinde!

Heilig, heilig, heilig, ist der Herr Zebaoth, alle Lande sind seiner Ehre voll. So singen die Engel im himmlischen Thronsaal. Dreimal heilig singen wir, wenn Gott sich selbst im Abendmahl gibt. Die Zahl drei steht für die göttliche Fülle, die uns im liebenden Vater, im gnädigen Sohn und im Gemeinschaft stiftenden Geist begegnet und im Segen zugesprochen wird. Dass Gott uns sein Geheimnis der Dreifaltigkeit offenbart, das feiern wir heute am Trinitatisfest.

Lied EG 445 V1,2,5 – Gott des Himmels und der Erde

Wir beten:
Heiliger Gott,
du hast uns geschaffen,
du begegnest uns in Jesus Christus,
du rufst uns durch den heiligen Geist.
Wir beten dich an und bekennen:
In dir ist alles Heil beschlossen.
Dir, dem Vater, dem Sohn und dem heiligen Geist,
sei Lob und Ehre in Ewigkeit.
Amen

Wir sprechen zusammen Psalm 113:
Halleluja! Lobet, ihr Knechte des Herrn, lobet den Namen des Herrn!
Gelobt sei der Name des Herrn von nun an bis in Ewigkeit!
Vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang sei gelobet der Name des Herrn!
Der Herr ist hoch über alle Völker; seine Herrlichkeit reicht, soweit der Himmel ist.
Wer ist wie der Herr, unser Gott, im Himmel und auf Erden?
Der oben thront in der Höhe, der herniederschaut in die Tiefe,
der den Geringen aufrichtet aus dem Staube und erhöht den Armen aus dem Schmutz,
dass er ihn setze neben die Fürsten, neben die Fürsten seines Volkes;
der die Unfruchtbare im Hause zu Ehren bringt, dass sie eine fröhliche Kindermutter wird. Halleluja!
Amen

 

Verkündigung

 

Das Evangelium für den heutigen Sonntag steht geschrieben in Johannes 3, Verse 1-13:

Es war aber ein Mensch unter den Pharisäern mit Namen Nikodemus, ein Oberster unter den Juden. Der kam zu Jesus bei der Nacht und sprach zu ihm: Meister, wir wissen, dass du bist ein Lehrer, von Gott gekommen; denn niemand kann die Zeichen tun, die du tust, es sei denn Gott mit ihm. Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich ich sage dir: Es sei denn, dass jemand von neuem geboren werde, so kann er das Reich Gottes nicht sehen. Nikodemus spricht zu ihm: Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist? Kann er auch wiederum in seiner Mutter Leib gehen und geboren werden?

Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, dass jemand geboren werde aus Wasser und Geist, so kann er nicht in das Reich Gottes kommen. Was vom Fleisch geboren wird, das ist Fleisch; und was vom Geist geboren wird, das ist Geist. Lass dich´s nicht wundern, dass ich dir gesagt habe: Ihr müsset von neuem geboren werden.

Der Wind bläst, wo er will, und du hörst sein Sausen wohl; aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er fährt. So ist ein jeglicher, der aus dem Geist geboren ist.

Nikodemus antwortete und sprach zu ihm: Wie kann solches zugehen?

Jesus antwortete und sprach zu ihm: Bist du ein Meister in Israel und weißt das nicht? Wahrlich, wahrlich ich sage dir: Wir reden, was wir wissen, und bezeugen, was wir gesehen haben; ihr aber nehmt unser Zeugnis nicht an. Glaubt ihr nicht, wenn ich euch von irdischen Dingen sage, wie werdet ihr glauben, wenn ich euch von himmlischen Dingen sage?

Und niemand fährt gen Himmel, denn der vom Himmel herniedergekommen ist, nämlich des Menschen Sohn.

Dies sind die Worte der heiligen Schrift, der Herr segne sie an uns. Amen.

 

Lasst uns miteinander unseren christlichen Glauben bekennen:

Ich glaube an Gott den Vater,
den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erden.

Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn.
Geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes,
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes,
des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen,
zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den heiligen Geist,
die heilige christliche Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten
und das ewige Leben.
Amen.

 

Lied EG 139 V 1-3 – Gelobet sei der Herr

 

Predigt

 

Gnade sei mit euch und Frieden von Gott unserem Vater und dem Herrn Jesus Christus. Amen.

Liebe Gemeinde,
wir alle kennen den aaronitischen Segen am Ende des Gottesdienstes. Um den geht es heute in unserem Gottesdienst. Dieser Segen steht im 4. Mose 6, 22-27.

Und der Herr redete mit Mose und sprach: Sage Aaron und seinen Söhnen und sprich: So sollt ihr sagen zu den Kindern Israel, wenn ihr sie segnet:
Der Herr segne dich und behüte dich;
Der Herr lasse leuchten sein Angesicht über dir und sei dir gnädig;
Der Herr hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.
Denn ihr sollt meinen Namen auf die Kinder Israel legen, dass ich sie segne.

Wie geht es eigentlichen Ihnen am Ende des Gottesdienstes, wenn Sie mit den Worten des aaronitischen Segens gesegnet werden?
Tut es Ihnen richtig gut und nehmen Sie den Segen voll auf, fühlen Sie sich wohl dabei und nehmen Sie den Segen mit nach Hause?
Oder bekommen Sie Gänsehaut, weil da was passiert, was Ihnen total unter die Haut geht?
Steigen Ihnen vielleicht Tränen in die Augen, weil Sie sich von Gott total berührt fühlen?
Oder spüren Sie gar nichts, weil der Segen am Ende des Gottesdienstes einfach nur so dazu gehört?
Es kann aber auch sein, dass mancher die Worte am Ende des Gottesdienstes gar nicht hören möchte, sie ihm unangenehm sind und er gar nichts damit anfangen kann.

Ein Segen, aber viele Menschen mit unterschiedlichen Einstellungen dazu.
Die einen lieben den Segen, die anderen mögen ihn gar nicht.
Was ist eigentlich Gottes Segen?
Ist er nur eine liturgische Formel, weil er halt einfach zum Gottesdienst dazu gehört? Oder ist er ein ganz persönlicher Zuspruch, ohne den wir nicht aus der Kirche hinaus und in eine neue Woche hineingehen möchten?

Den Spruch an „Gottes Segen ist alles gelegen“  kennen wir. Der Spruch hängt bei uns zum Beispiel im Esszimmer. Etwas Größeres, Besseres,  Entscheidenderes als ihn gibt es nicht. Weder für unser Land noch für unser Dorf. Auch nicht für unser eigenes Leben. Um mehr als Gottes Segen können wir nie bitten. Wer ihn hat, der hat die Fülle an Liebe und Güte Gottes. Reicher an Hoffnung und Zukunft kann niemand werden, als wer von Gott gesegnet ist.

Der aaronitische Segen ist schon über 3000 Jahre alt. Mose hatte einst seinen Bruder Aaron und dessen Söhne beauftragt, ihn in Gottes Namen über dem Volk Israel auszusprechen. Erstmals geschah dies am Ende eines feierlichen Gottesdienstes, bevor das Volk vom Sinai aufbrach. Mit seinem Segen wendet sich Gott an ein „DU“, das sowohl Israel als Ganzes als auch den einzelnen Israeliten meint. Was für eine Fürsorge: Gott segnet alle und jeden ganz persönlich! Vom lateinischen Wort „signare“ kommt unser deutsches Wort „segnen“.

Das Fremdwort „signieren“ steckt hörbar darin: „mit einem Zeichen versehen“. Wann und wo immer wir gesegnet werden, werden wir mit dem Zeichen des Christus signiert: Mit dem Kreuz.

Und das ist für mich so wichtig und berührend. Am Ende des Gottesdienstes werden wir mit dem Kreuz gesegnet. Wir, jeder von uns darf andere mit dem Kreuz segnen, unsere Kinder, unsere Enkel, uns liebe Angehörige und Freunde. Der Segen ist ein total geniales Geschenk von Gott an uns, dass wir jeden weitergeben dürfen.

Früher zeichnete man die Schafe mit den Anfangsbuchstaben ihrer Besitzer. So wussten die Hirten immer, wem das einzelne Schaf gehörte. Genauso empfangen wir im Segen das Eigentumszeichen Gottes. Ein Gesegneter gehört Gott – zu seinem Machtbereich, ins Kraftfeld seiner Liebe.

Das ist bei unserer Taufe geschehen. Da hat Gott seine Hand auf uns gelegt, uns mit dem Kreuz seines Sohnes gezeichnet und jedem von uns zugesagt:

Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst:
Ich habe dich bei deinem Namen gerufen: du bist mein!

Gibt es etwas Schöneres und Verheißungsvolleres als dem allmächtigen Gott zu gehören? Ohne jede Vorbedingung oder jede Vorleistung unter seinem Segen stehen zu können? Ich kenne nichts Vergleichbares. Im griechischen Urtext des neuen Testaments wird das Wort für „Segen“ auch übersetzt mit: Das gute Wort sagen. Was für eine Aussage! Im Segen spricht uns Gott sein gutes Wort zu: sein Evangelium – die echte gute Nachricht von seiner vergebenden Liebe.

Hören wir die guten Worte des aaronitischen Segens, welchen Tiefgang sie haben. Gleich im ersten Satz:

Der Herr segne dich und behüte dich.

Damit gehen wir einen Schritt aus der Kirche hinaus. Aus der Gemeinschaft unter Gottes Wort hinaus, der die einen in die Einsamkeit, andere in die Gemeinsamkeit dieser Welt führt. Wir gehen nach Hause, in unseren Alltag, in unsere Familie, an den Arbeitsplatz oder in die Schule. Überall warten viele Aufgaben auf uns, kleine und größere Sorgen und Nöte. Oft fragen wir uns da, ob und wie wir sie meistern werden. Wie gut, wenn uns dann sonntags für die neue Woche zugerufen wird:

Der Herr behüte dich.

Denn damit wird uns versprochen: Gottes Hand reicht weiter als nur bis an die Kirchentür. Er geht mit uns. Von ihm signiert mit dem Zeichen des Kreuzes, brauchen wir nicht zu resignieren, aufzugeben oder gar zu verzweifeln. Wir sind behütet.

Heißt das, dass es gesegneten Menschen dann immer gut geht? Nein. Der Segen ist keine Versicherung gegen Krankheit oder Unfall. Er ist das Versprechen: Gott ist stets bei uns, ob wir es gerade spüren oder nicht. Und in schweren Zeiten kümmert er sich besonders um uns: nicht dass wir da seelisch Schaden nehmen und unser Vertrauen zu ihm wegwerfen. Deshalb schließt das Segenswort von Psalm 121 mit:

Der Herr behüte dich vor allem Übel, er behüte deine Seele.

Gott liegt viel daran, dass es unserer Seele gut geht. Wir alle liegen ihm am Herzen. Unser Seelenheil liegt ihm am Herzen. Das drückt sich in den Worten des aaronitischen Segens aus:

Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig.

Eigentlich ein unmöglicher Wunsch! Kann denn Gott bei uns strahlen vor Freude, wenn er unser Leben sieht und durchschaut, was da alles nicht passt an Gedanken, Worten und Taten? Oft sind sie doch genauso das Gegenteil von dem, was er von uns erwarten darf. Müsste er da nicht wegschauen oder sein Angesicht gar vor uns verbergen? Das wäre furchtbar für uns. Wenn da nicht Jesus wäre, der Mann am Kreuz. Wer Jesus sieht , sieht Gott ins Gesicht. Denn er ist ganz der Vater:

Barmherzig und gnädig, geduldig und von großer Güte.

Wie es im Psalm 103 steht. Jesus ist das uns zugewandte, voller Liebe leuchtende Antlitz Gottes. In ihm schauen wir nicht einem zornigen, sondern einem barmherzigen Gott ins Gesicht. In Jesus wartet kein verdientes Gericht auf uns, sondern unverdienter Segen Gottes! In ihm leuchtet Gott über uns, wie ein „glühender Backofen voller Liebe“, wie es Martin Luther gesagt hat.

Daher lautet der dritte Teil des aaronitischen Segens:

Der Herr hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

Wenn Gott uns in Jesus anstrahlt, dann ist das die Gnade pur. Wenn er seinen Blick liebevoll auf uns ruhen lässt, dann ist das vor allem Friede! Ein Friede, der höher ist als alle Vernunft.

Ein Friede, der in den Niederlagen und Verlusten des Lebens Halt und Geborgenheit schenkt. Ein Friede, der ein geängstigtes Herz oder schuldbeladenes Gewissen wieder getrost und zuversichtlich macht. Ein Friede, den keiner aus sich selbst heraus hat und auch niemand aus eigener Kraft anderen geben kann.

Deshalb ist es falsch, vom Segen des Pfarrers, des Prädikanten, des Lektors oder des Papstes zu reden. Die Kraft des Segens liegt einzig und allein in Gott selbst. Nur deshalb dürfen sündige Menschen, so wie es alle Menschen sind, andere Menschen segnen. Nicht im eigenen Namen, sondern so wie es Gott Aaron und dessen Söhne durch Mose geboten hat:

Ihr sollt meinen Namen auf die Israeliten legen, dass ich sie segne.

Vielsagend ist die leere Hand des Segnenden beim Segnen. Denn sie sagt bildhaft: „Ich habe euch nichts zu geben. Der Segen kommt allein von Gott.“

„Segen ist die himmlische Exportware“, hat Jürgen Werth einmal gesagt. Bestimmt für die Ausfuhr in alle Welt. Konzipiert und produziert für uns Menschen. Für uns alle. Von Gott. Mit dem Auftrag, daraus eine Importware zu machen. Ein Auftrag, den jeder Christ hat: Gottes heiligen Namen über Menschen auszurufen, sie ihm ans Herzu zu legen und seiner Führsorge und Führung anzubefehlen.

Ich denke noch oft daran, wenn ich meine Kinder ins Bett gebracht habe. Wir haben eine Geschichte gelesen, danach gebetet und dann habe ich sie gesegnet. Ich habe ihnen Gottes guten Segen zugesprochen. Sie unter die Fürsorge und Führung Gottes gestellt und sie ihm an Herz gelegt. Und das kann jeder zu jeder Zeit mit jedem Menschen tun: ihn segnen. Gottes guter Segen kann und darf zu jeder Zeit jedem zugesprochen werden.

Noch eine kurze Begebenheit aus unserem Lektorenkurs. Wir haben ja da den aaronitischen Segen für das Gottesdienstende geübt. Es war gar nicht so einfach. Um uns nicht im Text zu versprechen bekamen wir folgenden Tipp. Stellen Sie sich vor das Kirchenschiff ist in drei Teile aufgeteilt. Vor ihnen links hängt ein Hut, in der Mitte hängt der Leuchter und hinten ganz rechts hält eine Mutter ihr Baby in den Armen. Der Segen geht auf der linken Seite mit dem Hut los.

„Der Herr segne dich und behüte dich“.

Dann kommt der Leuchter:

„Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig“.

Und dann kommt die Mama, die ihr Baby von oben herab anschaut:

“ Der Herr hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden“.

Und dieser wunderbare von Gott geschenkte Segen hat ungeahnte Wirkung. Daher können wir nichts Besseres tun, als den Namen Gottes auf Menschen zu legen und sie zu segnen. Ganz persönlich,  jetzt oder später, wenn wir den Gottesdienst verlassen, schriftlich oder auch still im Herzen.

Der Prediger Charles Spurgeon hat gesagt: „ Jeder Segen, der von Gott kommt, kommt in Begleitung des Wortes: Fortsetzung folgt. Ich vergebe dir deine Sünden, aber Fortsetzung folgt. Ich nehme dich als mein Kind an, aber Fortsetzung folgt. Ich erziehe dich für den Himmel, aber Fortsetzung folgt. Ich will dich tragen bis ins Alter, aber Fortsetzung folgt. Ich will bei dir sein in der Stunde des Todes, aber Fortsetzung wird folgen bis in alle Ewigkeit.“

So unbeschreiblich schön, groß und wunderbar  ist der Segen unseres dreieinigen Gottes!

Wer mag kann gerne im Gesangbuch die Nummern 899 bis 902 nachlesen. Da stehen viele gute Gedanken über Gottes Segen drin.

Deshalb können wir ihn gar nicht oft genug für uns selber hören oder ihn über andere sprechen:

Der HERR segne dich und behüte dich;
der HERR lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig;
der HERR hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.
Amen.

Der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus. Amen.

 

Lied: Der Herr segne dich, behüte dich

 

Gebet und Segen

 

Wir beten:
Behütender, gnädiger und Frieden schaffender Gott,
wir suchen deinen Segen für uns und für diese Erde.
Wir bitten für alle, die anderen zum Segen werden wollen,
für deine ganze Kirche, die einzelnen Gemeinden,
die verschiedenen Dienste, Einrichtungen, Gemeinschaften und Kommunitäten,
und für alle, die darin mitarbeiten.
Herr, erhebe dein Angesicht auf sie.

Wir bitten für alle, denen in Politik oder Wirtschaft ein Amt anvertraut wurde,
dass sie anderen zum Segen werden.
Herr, erhebe dein Angesicht auf sie.

Wir bitten für alle, deren Lebenspläne durchkreuzt wurden,
für alle, die krank oder vom Leben geschlagen sind,
dass ihnen dein Angesicht leuchte in dieser Dunkelheit,
dass Menschen ihr Angesicht auf sie erheben und sie begleiten.
Herr, erhebe dein Angesicht auf sie.

Herr wir bitten dich für uns alle, die wir von der Coronapandemie alle betroffen sind,
schenke uns Geduld, uns mit den Bedingungen abzufinden,
schenke aber auch, dass so bald wie möglich wieder ein normales Leben möglich ist,
und stehe allen bei, die von der Infektion betroffen sind.

Herr, wir lassen dich nicht, du segnest uns denn.
So bringen wir in der Stille vor dich, für wen wir im Besonderen Segen erbitten.
Herr, erhebe dein Angesicht auf sie.

Du schenkst uns deinen Segen.
Du machst uns selbst zu einem Segen.
Dir sei Dank in Ewigkeit.
Amen.

Lasst uns zusammen das Gebet sprechen, das Jesus uns gelehrt hat:

Vater unser im Himmel.
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute,
und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.

 

So geht nun in diese neue Woche unter dem Schutz und Segen unseres Herrn.

Der Herr segne euch und behüte euch.
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über euch und sei euch gnädig.
Der Herr erhebe sein Angesicht auf euch und gebe euch Frieden.
Amen.

 

Lied EG 573, 1-3 – Der Herr segne dich