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Apfelbäumchen im Kirchgarten

Gottesdienst am 20. September

Apfelbäumchen im Kirchgarten
Apfelbäumchen im Kirchgarten

Apfelbäumchen im Kirchgarten – Foto: Elfriede Popp

All Eure Sorge werft auf Gott! – Gottesdienst zum 15. Sonntag nach Trinitatis im Garten des Museums Alte Wagnerei Köditz mit Lektorin Ingrid Schwarz.


Zum Eingang

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes. Amen.

Liebe Gemeinde!
Ich begrüße Sie alle ganz herzlich zu unserem Gottesdienst am 15. Sonntag nach Trinitatis, hier im Garten der Alten Wagnerei in Köditz und daheim in den Häusern.

Wer von uns hat sie nicht: Sorgen und Ängste.
Wer kennt nicht solche Situationen, in denen man weder ein noch aus weiß.
Alle eure Sorge werft auf ihn, denn er sorgt für euch!
So lautet der Wochenspruch für die neue Woche aus dem 1. Petrusbrief.

Der Wochenspruch sagt uns, wohin mit unseren Sorgen und Ängsten.
Auf Gott, den Vater, können wir uns verlassen.
Auf Christus können wir vertrauen.
Vom heiligen Geist werden wir zum neuen Leben gerufen.
In diesem Glauben feiern wir diesen Gottesdienst.

Wir singen

EG 449,1,2 und 4 – Die güldene Sonne

Die güldne Sonne voll Freude und Wonne
bringt unsern Grenzen mit ihrem Glänzen
ein herzerquickendes, liebliches Licht.
Mein Haupt und Glieder, die lagen darnieder;
aber nun steh ich, bin munter und fröhlich,
schaue den Himmel mit meinem Gesicht.

Mein Auge schauet, was Gott gebauet
zu seinen Ehren und uns zu lehren,
wie sein Vermögen sei mächtig und groß
und wo die Frommen dann sollen hinkommen,
wann sie mit Frieden von hinnen geschieden
aus dieser Erden vergänglichem Schoß.

Abend und Morgen sind seine Sorgen;
segnen und mehren, Unglück verwehren
sind seine Werke und Taten allein.
Wenn wir uns legen, so ist er zugegen;
wenn wir aufstehen, so lässt er aufgehen
über uns seiner Barmherzigkeit Schein.

Eingangspsalm
Wir beten zusammen den Introitus 802,2 auf Seite 1364 in unserem Gesangbuch.

Ich will den Herren loben allezeit,
sein Lob soll immerdar in meinem Munde sein.
Meine Seele soll sich rühmen des Herren,
dass die Elenden es hören und sich freuen.
Preiset mit mir den Herren
und lasset uns seinen Namen erhöhen.
Schmecket und sehet, wie freundlich der Herr ist.
Wohl dem, der auf ihn trauet.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist. Amen.


Sündenbekenntnis – Kyrie – Gnadenzusage – Gloria 

Wir sind hier versammelt, um Gottes Wort zu hören.
Gott begegnet uns mit seiner Güte.
Vor ihm erkennen wir, was uns von ihm trennt.
Darum lasst uns in der Stille um sein Erbarmen bitten.

Stille

Kyrie eleison,
Herr, erbarme dich!
Christe, eleison!
Christus erbarme dich!
Kyrie eleison!
Herr, erbarm dich über uns!

Der allmächtige Gott hat sich unser erbarmt.
Jesus Christus ist für uns am Kreuz gestorben.
Durch ihn vergibt uns Gott, schenkt uns den Heiligen Geist und macht uns zu seinen Kindern.
Wer da glaubt und getauft ist, der wird selig werden.
Das schenke Gott uns allen!

Ehre sei Gott in der Höhe
und auf Erden Fried, den Menschen ein Wohlgefallen.

Gebet des Tages 
Lieber Vater im Himmel!
Du weißt, was wir zum Leben brauchen.
Mach uns frei von der Angst um uns selbst
und nimm von uns die sorgenvollen und grüblerischen Gedanken.
Hilf uns im Vertrauen auf dich zu leben,
hilf, dass uns die Sorge um heute und morgen nicht lähmt.
Schenke, dass wir auf dich vertrauen durch Christus, unseren Bruder im Heiligen Geist.
Amen.

 

Verkündigung

Lesung
Die Lesung für den heutigen Sonntag steht geschrieben im Matthäusevangelium Kapitel 6, die Verse 25-34:

Darum sage ich euch: Sorget nicht um euer Leben, was ihr essen und trinken werdet; auch nicht um euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr als die Speise und der Leib mehr als die Kleidung?

Sehet die Vögel unter dem Himmel an: sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater nährt sie doch. Seid ihr denn nicht viel mehr als sie?

Wer ist unter euch, der seines Lebens Länge eine Spanne zusetzen kann, ob er gleich darum sorgt?

Und warum sorget ihr für die Kleidung? Schauet die Lilien auf dem Felde, wie sie wachsen; sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht.

Ich sage euch, dass auch Salomo in aller seiner Herrlichkeit nicht bekleidet gewesen ist wie derselben eine.

So denn Gott das Gras auf dem Felde also kleidet, das doch heute steht und morgen in den Ofen geworfen wird: sollte er das nicht viel mehr euch tun, o ihr Kleingläubigen?

Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen? Was werden wir trinken? Womit werden wir uns kleiden?

Nach solchem allen trachten die Heiden. Denn euer himmlischer Vater weiß, dass ihr des alles bedürfet.

Trachtet am ersten nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch solches alles zufallen.

Darum sorget nicht für den andern Morgen, denn der morgende Tag wird für das Seine sorgen. Es ist genug, dass ein jeglicher Tag seine eigene Plage habe.

Dies sind die Worte der heiligen Schrift. Der Herr segne sein Wort an uns durch die Kraft seines heiligen Geistes. Amen.

Glaubensbekenntnis 
Lasst uns zusammen unseren christlichen Glauben bekennen:

Ich glaube an Gott den Vater,
den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erden.
Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes,
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes,
des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen,
zu richten die Lebenden und die Toten.
Ich glaube an den heiligen Geist,
die heilige christliche Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten
und das ewige Leben.
Amen.

Lied „Trachtet zuerst nach Gottes Reich“

Trachtet zuerst nach Gottes Reich und nach seiner Gerechtigkeit,
so wird euch alles anderer geschenkt. Hallelu, Halleluja.

Bittet, so wird euch gegeben. Suchet, so werden ihr finden.
Klopfet an, so wird euch aufgetan. Hallelu, Halleluja.

Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von jedem Worte,
das aus dem Munde Gottes geht. Hallelu, Halleluja.

Wer an mich glaubt, wie die Bibel es sagt, von dessen Leib werden fließen
Ströme lebendigen Wassers. Hallelu, Halleluja.

Ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist kommt
und werdet meine Zeugen sein. Hallelu, Halleluja.

 


Predigt

Gnade sei mit Euch und Friede von Gott, unserem Vater und dem Herrn Jesus Christus. Amen.

Liebe Gemeinde,
der heutige Predigttext steht geschrieben im 1. Buch Mose Kapitel 2, die Verse 4-9 und 15-22:

Es war zu der Zeit, da Gott der HERR Erde und Himmel machte. Und alle Sträucher auf dem Felde waren noch nicht auf Erden, und all das Kraut auf dem Felde war noch nicht gewachsen; denn Gott der HERR hatte noch nicht regnen lassen auf Erden, und kein Mensch war da, der das Land bebaute; aber ein Nebel stieg auf von der Erde und feuchtete alles Land. Da machte Gott der HERR den Menschen aus Erde vom Acker und blies ihm den Odem des Lebens in seine Nase. Uns so ward der Mensch ein lebendiges Wesen. Und Gott der HERR pflanzte einen Garten in Eden gegen Osten hin und setzte den Menschen hinein, den er gemacht hatte. Und Gott der HERR ließ aufwachsen aus der Erde allerlei Bäume, verlockend anzusehen und gut zu essen, und den Baum des Lebens mitten im Garten und den Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen. …. Und Gott der HERR nahm den Menschen und setzt ihn in den Garten Eden, dass er ihn bebaute und bewahrte. Und Gott der HERR gebot dem Menschen und sprach: Du darfst essen von allen Bäumen im Garten aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen sollst du nicht essen; denn an dem Tage, da du von ihm isst, musst du des Todes sterben. Und Gott der HERR sprach: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei; ich will ihm eine Gehilfin machen, die um ihn sei. Und Gott der HERR machte aus Erde alle die Tiere auf dem Felde und alle die Vögel unter dem Himmel und brachte sie zu dem Menschen, dass er sähe, wie er sie nennte; denn wie der Mensch jedes Tier nennen würde, so sollte es heißen. Und der Mensch gab einem jeden Vieh und Vogel unter dem Himmel und Tier auf dem Felde seinen Namen; aber für den Menschen ward keine Gehilfin gefunden, die um ihn wäre. Da ließ Gott der HERR einen tiefen Schlaf fallen auf den Menschen, und er schlief ein. Und er nahm eine seiner Rippen und schloss die Stelle mit Fleisch. Und Gott der HERR baute eine Frau aus der Rippe, die er von dem Menschen nahm, und brachte sie zu ihm.

Soweit der heutige Predigttext. Lasst uns in der Stille um den Segen des Wortes Gottes beten.

Stille

Herr, öffne unsere Herzen und Ohren für Dich und Dein Wort und tu meine Lippen auf, dass ich deinen Ruhm verkündige. Amen.

Liebe Gemeinde!
Der Mensch, aus Erde geformt. Der Odem des Lebens. Der Garten Eden. Der Mensch beauftragt zu bebauen und zu bewahren. Die Frau aus der Rippe. Für viele eine bekannte Geschichte.

Gerne haben wir die Schöpfungsgeschichte im Kindergottesdienst oder in Kinderstunden oder unseren eigenen Kindern oder unseren Enkeln erzählt. Es gibt wunderschöne Bilderbücher zu dieser Geschichte. Gespannt haben uns die Kinder dabei immer zugehört und die Bilder dazu angeschaut.

Auch für uns ist diese Geschichte immer wieder spannend und es lohnt sich immer wieder darüber nachzudenken und sich seine eigenen Bilder dazu zu machen.

Betrachten wir doch den heutigen Predigttext mal aus der Sicht des Wochenspruches: Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch. Liebevoll sorgt hier Gott, der Schöpfer, für den Menschen. Liebevoll sorgt Gott für dich und für mich. Adam – das ist ja hier kein Eigenname. Wir hören hier nicht von einem ganz bestimmten einzelnen Menschen, der Adam hieß und vor soundso viel tausend Jahren gelebt hat.

Der Name Adam kommt aus dem hebräischen und heißt Mensch, ganz allgemein Mensch, nicht nur Mann. Die Adamsgeschichte ist keine Männergeschichte, sondern eine Menschengeschichte. Sie ist eine Geschichte von dir und von mir. Liebevoll sorgt Gott für den Menschen. Liebevoll sorgt er für dich und für mich. Das erste, was man vom Verhältnis zwischen Gott und Mensch lesen kann:

Der Mensch liegt Gott am Herzen. Er ist sein Schöpfungswerk. Gott will nicht allein bleiben. Er will ein Gegenüber, mit dem er reden kann und das mit ihm reden kann. Und auch der Mensch soll nicht allein bleiben, sondern auch ein Gegenüber haben. Ich bin ein von Gott gewollter Mensch. Er will mich als sein Gegenüber.

Einer, mit dem er reden will und der mit ihm reden kann. Dem ich sagen kann, was mir auf dem Herzen liegt. Einer dem ich zuhören kann, was er mir zu sagen hat. Einer für den ich singen kann und zu dem ich beten kann.

Das zweite, was man hier von Gott und dem Menschen, von Gott und von mir lesen kann: Der Mensch ist im Gegensatz zu Gott ein irdisches, ein der Erde verbundenes Wesen. Die Vorstellung, dass der Mensch aus Erde sei und sein Atem ein Zeichen, dass er lebt, entstand vor ungefähr 3000 Jahren. Als das alles zur Zeit des Königs David aufgeschrieben wurde, ließ man sich vom Augenschein leiten: Man wusste, am Ende wird ein Mensch wieder zu Erde.

Erde zu Erde, Asche zu Asche, Staub zu Staube.“

Wenn der Mensch also wieder zur Erde wird, muss er also letztlich auch aus dem Grundstoff Erde gemacht sein. Und: Beim Sterben tut der Mensch seinen letzten Schnaufer. Er haucht sein Leben aus. Also muss das Leben beginnen, indem Gott dem Menschen diesen Atem schenkt.

Der Mensch aus Erde. Gott sein Töpfer, der ihn liebevoll formt und ihm Leben verleiht. Kann man das einfach so stehen lassen? Ist das nicht zu kindlich, gar naiv? Wissen wir nicht mittlerweile mehr von der Entstehung des Menschen: von Vererbung, von der DNA, vom menschlichen Erbgut?

Wir haben hier keine naturwissenschaftliche Darstellung, sondern eine Glaubenserzählung. Naturwissenschaft hat ihren Wert: Sie ist für den Kopf bestimmt, für das Verstehen. Aber beim Glauben will auch das Herz ernst genommen werden. Und dem Herzen genügt diese tiefe einfache Wahrheit: Mein Leben und dein Leben liegt in Gottes Hand. Von seinem Anfang bis zu seinem Ende.

Wir sind Materie, Ton in den Händen eines liebevollen Gottes. Lebendig durch seine Gnade. Dankbar für jeden einzelnen Atemzug: Lobe den Herren, der künstlich und fein dich bereitet.“ singen wir in einem bekannten Lied.Das Dritte, was man hier herauslesen kann von dieser Sorge Gottes: Alles hat Gott getan, dem Menschen eine heile Heimat und Umwelt zu geben.

Und Gott der HERR pflanzte einen Garten in Eden … und setzte den Menschen hinein, den er gemacht hatte. Und Gott der HERR ließ aufwachsen aus der Erde allerlei Bäume, verlockend anzusehen und gut zu essen. Und Gott der HERR machte aus Erde alle die Tiere auf dem Felde und alle die Vögel unter dem Himmel und brachte sie zu dem Menschen.

Nicht die Erschaffung von Pflanzen und Tieren steht hier also eigentlich im Mittelpunkt, sondern die Versorgung des Menschen. Er wird versorgt, wie die Vögel unter dem Himmel, von denen das Evangelium erzählt. Doch immer noch nicht ist Gott zufrieden, als er den Menschen inmitten des schönen Gartens sieht: Aber für den Menschen wurde keine Hilfe gefunden, die ihm entspricht.

Das ist das Vierte, was wir von Gottes Sorge für den Menschen erfahren:  Der Mensch soll nicht allein bleiben. Er braucht ein Gegenüber. Es ist richtiggehend zum Schmunzeln, wie hier von Gott erzählt wird: Er braucht zwei Versuche, bis er mit dem Gegenüber des Menschen zufrieden ist.

Erst macht er die Tiere und lässt dem Menschen die Namen für sie aussuchen. Um dann festzustellen: Nein, das war doch noch nicht das, was ich mir vorgestellt habe. Das ist noch nicht die Hilfe, die dem Menschen entspricht und zu ihm passt.

Als das erwartete Gegenüber für den Menschen haben sich die Tiere nicht erwiesen. Jeder der ein Haustier sein eigen nennt, weiß: Das Tier mag ein wichtiger Gefährte sein, in gewisser Weise sogar ein Ansprechpartner, aber einen Partner oder liebe Angehörige und Freunde kann es nicht ersetzen.

So macht Gott einen zweiten Versuch. Er gibt Adam die Eva. Der Name Eva kommt auch aus dem hebräischen und bedeutet: die Lebendige, die Lebensspenderin.

Jetzt ist Gott zufrieden. Jetzt ist seine Schöpfung vollständig. Jetzt erst ist der Mensch vollständig. Der Mensch ist auf Gemeinschaft hin angelegt. Er braucht gegenseitige Hilfe, Beistand und Gespräch.  Damit ist die liebevolle Sorge Gottes für den Menschen ans Ziel gekommen. Die Sorge Gottes für uns steht heute im Mittelpunkt des Gottesdienstes. Im Wochenspruch, im Evangelium, im Predigttext.

Weil Gott für uns sorgt, können wir sorglos sein wie der Mensch im Garten Eden, wie die Vögel unter dem Himmel und die Lilien auf dem Feld. Mit sorglos sein ist nicht gemeint, einfach nur so in den Tag hineinzuleben, alles laufen zu lassen, sich um nichts mehr zu kümmern und Gotten einen lieben Mann sein zu lassen.

Sorglos sein im biblischen Sinne ist: Weil Gott für mich sorgt, weil er mir die ängstliche Sorge um mich selbst abnimmt, kann ich für andere sorgen.

Was braucht mein Partner, meine Partnerin von mir? Was brauchen meine Kinder? Wie kann ich meinen Freunden helfen? Wo kann ich mich um Bedürftige kümmern? Wo kann ich seelsorgerische Dienste übernehmen? Ja, wo kann ich die Liebe die Gott mir schenkt an andere weitergeben?

Und Gott der HERR nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, dass er ihn bebaute und bewahrte. Wo braucht mich der gefährdete Garten Eden? Was kann ich dazu beitragen, ihn zu bewahren?

Heute jährt sich der erste globale Klimastreik vom 20. September 2019 zum ersten Mal. Es ist auch eine Herausforderung an uns, uns den Herausforderungen des Klimawandels zu stellen. Was können wir dazu beitragen, dem Aufruf der Bewahrung der Schöpfung gerecht zu werden? Wo werde ich gebraucht, damit mehr Gerechtigkeit herrscht? Was kann ich dazu beitragen, dass die Güter dieser Erde, dass Liebe und Zeit gerechter verteilt werden?

Denken wir doch mal darüber nach. Wichtig bei all den Überlegungen ist: Euer himmlischer Vater weiß, was ihr all dessen bedürft. Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen.

Und wem die Verantwortung, die wir mit der Sorge für unsere Lieben und die Schöpfung tragen, zu schwer werden sollte, ist dann ja noch die Aufforderung des Wochenspruchs: Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch.

Und der Friede Gottes, der höher ist, als alle menschliche Vernunft bewahre unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus. Amen.


Lied 316,1-3 – Lobe den Herren

Lobe den Herren den mächtigen König der Ehren,
lob ihn, o Seele, vereint mit den himmlischen Chören.
Kommet zuhauf, Psalter und Harfe, wacht auf,
lasset den Lobgesang hören.

Lobe den Herren, der alles so herrlich regieret,
der dich auf Adelers Fittichen sicher geführet,
der dich erhält, wie es dir selber gefällt;
hast du nicht dieses verspüret?

Lobe den Herren, der künstlich und fein dich bereitet,
der dir Gesundheit verliehen, dich freundlich geleitet.
In wieviel Not hat nicht der gnädige Gott 
über dir Flügel gebreitet!

 

Gebet und Segen 

Fürbittengebet
Wir wollen miteinander nun Fürbitte halten.
Nach jeder Bitte antworten wir gemeinsam:
Herr, erbarme dich!

Vater im Himmel,
wird sind dir dankbar,
dass du uns von unseren Sorgen befreien kannst.
Darum bitten wir dich:
Für die Mühseligen,
denen jeder Tag eine erneute Anstrengung bedeutet.

Herr, erbarme Dich!

Für die Beladenen,
die sich fast erdrückt fühlen
von der Last der Forderungen.

Herr, erbarme dich!

Für die Kranken,
die keinen Fortschritt
in ihrer Heilung sehen.

Herr, erbarme dich!

Für die Jungen,
die oft nicht wissen,
wie der Weg in die Zukunft aussieht,
ob es ihn überhaupt geben wird.

Herr, erbarme dich!

Für die Alten,
die Angst haben, krank
oder gar pflegebedürftig zu werden,
alleingelassen, einsam.

Herr, erbarme dich!

Für die Gesunden und Zufriedenen,
die oft hilflos vor dem Elend anderer stehen.

Herr, erbarme dich!

Amen.

Und alles was uns sonst noch bewegt,
belastet und bedrückt,
legen wir in das Gebet hinein,
das du uns gelehrt hast:

 

Vater unser im Himmel.
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute,
und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.

 

Sendung und Segen
Denn ich bin der Herr, dein Gott. Ich nehme dich an deiner rechten Hand und sage: Hab keine Angst! Ich helfe dir.“ (Jes., 41,13)

So geht nun in diesen Sonntag und in die neue Woche unter dem Segen des Herrn.

Der HERR segne euch und behüte euch.
Der HERR lasse sein Angesicht leuchten
über euch und sei euch gnädig.
Der HERR erhebe sein Angesicht
auf euch und gebe euch 
Frieden. 
Amen.

Lied EG 641,1.2 – Halte zu mir guter Gott

Halte zu mir, guter Gott, heut den ganzen Tag.
Halt die Hände über mich, was auch kommen mag.
Halte zu mir, guter Gott, heut den ganzen Tag.
Halt die Hände über mich, was auch kommen mag.

Du bist jederzeit bei mir; wo ich geh und steh,
spür ich, wenn ich leise bin, dich in meiner Näh.
Halte zu mir, guter Gott, heut den ganzen Tag.
Halt die Hände über mich, was auch kommen mag.