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Gottesdienst am 16. August

Den Gottesdienst zum 10. Sonntag nach Trinitatis feiern wir im Museumsgarten und Online mit Lektorin Ingrid Schwarz. Das Gedenken an die besondere Beziehung zu Israel und dem jüdischen Volk steht im Mittelpunkt unseres Gottesdienstes.

 

Zum Eingang 

Orgelvorspiel

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes. Amen. 

Liebe Gemeinde !
Ich begrüße Sie alle ganz herzlich zu unserem Gottesdienst am 10. Sonntag nach Trinitatis, hier im Garten der Alten Wagnerei in Köditz und daheim in den Häusern.

Der Wochenspruch steht geschrieben im Psalm 33, Vers 12: Wohl dem Volk, dessen Gott der HERR ist, dem Volk, das er zum Erbe erwählt hat.

Der heutige 10. Sonntag nach Trinitatis trägt den Namen „Israelsonntag“. Seinen Ursprung hat der Sonntag im christlichen Gedenken an die Zerstörung des Tempels in Jerusalem und der anderen Verfolgungen in der jüdischen Geschichte.

Als Christen haben wir Anteil an der leidvollen Geschichte des Judentums. Als Christen sind wir aber auch in besonderer Weise mit dem jüdischen Glauben verbunden. Christen und Juden sehen sich als von Gott geliebtes Volk. In diesem Glauben, der uns verbindet, wollen wir diesen Gottesdienst feiern.

Wir singen das Lied 446, die Verse 1 + 9

Wach auf, mein Herz und singe
dem Schöpfer aller Dinge,
dem Geber aller Güter,
dem frommen Menschenhüter.

Mich segne, mich behüte,
mein Herz sei deine Hütte,
dein Wort sei meine Speise,
bis ich gen Himmel reise.

 

Wir beten zusammen Psalm 22:

Ich freue mich über die, die mir sagten:
Lasset uns ziehen zum Haus des Herrn.
Nun stehen unsere Füße in deinen Toren Jerusalem.
Jerusalem ist gebaut als eine Stadt,
in der man zusammenkommen soll,
wohin die Stämme hinaufziehen,
die Stämme des Herrn,
wie es geboten ist dem Volke Israel,
zu preisen den Namen des Herrn.

Denn dort stehen die Throne zum Gericht,
die Throne des Hauses David.
Wünschet Jerusalem Glück!
Es möge wohl gehen denen,
die dich lieben!

Es möge Friede sein in deinen Mauern
und Glück in deinen Palästen!
Um meiner Brüder und Freunde willen
will ich dir Frieden wünschen.
Um des Hauses der HERRN willen,
unseres Gottes,
will ich dein Bestes suchen.

 

Gebet des Tages 
Treuer, barmherziger Gott.
Du hast dein Volk
aus Juden und Christen erwählt.
Hilf uns im Gebet und in der Liebe aneinander festzuhalten.
Stärke uns im Vertrauen auf deine Treue und Gerechtigkeit,
in der wir einst vereint werden
als Christen und Juden in deinem Reich.
Das bitten wir dich durch Jesus Christus,
deinen Sohn, und preisen deine Herrlichkeit
heute und in Ewigkeit.
Amen.

 

Verkündigung

Die Lesung für den heutigen Sonntag steht geschrieben im Markusevangelium Kapitel 12, die Verse 28-34:

Das größte Gebot
Und es trat zu ihm einer von dem Schriftgelehrten, der ihnen zugehört hatte, wie sie miteinander stritten. Und da er merkte, dass er ihnen fein geantwortet hatte, fragte er ihn: Welches ist das vornehmste Gebot vor allen?

Jesus aber antwortete ihm: Das vornehmste Gebot ist das: „Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist allein der Herr, und du sollst Gott, deinen Herrn, lieben von ganzen Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüte und von allen deinen Kräften.“ Das andere ist dies: „ Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“ Es ist kein anderes Gebot größer als diese.

Und der Schriftgelehrte sprach zu ihm: Meister, du hast wahrlich recht geredet. Er ist nur einer und ist kein anderer außer ihm; und ihn lieben von ganzem Herzen, von ganzem Gemüte und von allen Kräften, und seinen Nächsten lieben wie sich selbst, das ist mehr als alle Brandopfer und Schlachtopfer.

Da Jesus aber sah, dass er verständig antwortete, sprach er zu ihm: Du bist nicht ferne von dem Reich Gottes. Und hinfort wagte niemand mehr, ihn zu fragen.

Dies sind die Worte der heiligen Schrift. Der Herr segne sein Wort an uns durch die Kraft seines heiligen Geistes. Amen.

 

Glaubensbekenntnis
Lasst uns zusammen unseren christlichen Glauben bekennen:

Ich glaube an Gott den Vater, den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erden.

Und an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes,
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes,
des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen,
zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den heiligen Geist,
die heilige christliche Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten
und das ewige Leben.
Amen.

Kanon EG 337
Lobet und preiset, ihr Völker den Herrn,
freuet euch seiner und dienet ihm gern.
All ihr Völker lobet den Herrn.

 

Predigt

 

Gnade sei mit Euch und Friede von Gott, unserem Vater und dem Herrn Jesus Christus. Amen.

Liebe Gemeinde,
heute ist der 10. Sonntag nach Trinitatis. Es ist ein ganz besonderer Sonntag im Kirchenjahr. Der heutige Sonntag nach  trägt den Namen „Israelsonntag“. Wie schon im Eingang erwähnt hat der Sonntag seinen Ursprung im christlichen Gedenken an die Zerstörung des Tempels in Jerusalem und der anderen Verfolgungen in der jüdischen Geschichte.

Über viele Jahre hinweg wurde an diesem Sonntag Lukas 19, V41 – 48 als Evangelium gelesen. Jesus weint über Jerusalem: „Wenn doch auch du erkenntest zu dieser Zeit, was zu deinem Frieden dient! Aber nun ist´s vor deinen Augen verborgen. Denn es werden über dich die Tage kommen, dass deine Feinde werden um dich und deine Kinder einen Wall aufwerfen, dich belagern und an allen Orten ängstigen; und werden dich schleifen und keinen Stein auf dem anderen lassen, darum, dass du nicht erkannt hast die Zeit, darin du heimgesucht bist. Und er ging in den Tempel und fing an auszutreiben, die da verkauften, und sprach zu ihnen: Es steht geschrieben: “Mein Haus soll ein Bethaus sein“, ihr aber habt´s gemacht zur Räuberhöhle.

Und er lehrte täglich im Tempel. Aber die Hohenpriester und Schriftgelehrten trachteten danach, dass sie ihn umbrächten, und fanden nicht, wie sie es machen sollten: denn alles Volk hing ihm an und hörte ihn.

Jesus verkündigt die Zerstörung Jerusalems an. Im Jahr 70 nach Christus haben die Römer tatsächlich Jerusalem erobert und zerstört.

Mittlerweile ist dieser Sonntag zum „Israelsonntag“ geworden. Zum Nachdenken über das Verhältnis zum Volk Israel. Deswegen auch das neue Evangelium, das wir gerade gehört haben aus dem Markusevangelium. Der heutige Predigttext bezieht sich deswegen auf den Brief des Apostel Paulus an die Römer.

Paulus schreibt in einer ganz bestimmten Absicht an die Römer. Es ist eigentlich ein Bewerbungsschreiben des Apostels Paulus an die Römer. Er war noch nie in Rom. Die Gemeinde wurde nicht von ihm gegründet. Er wollte einfach nur nach Rom, damit er von dort aus seine geplante Spanienmission beginnen konnte. Paulus fasst alle seine theologischen Kenntnisse zusammen, um das alles den Römern sozusagen als „Testament“ weitergeben zu können.

Somit kommen wir nun zu dem heutigen Predigttext. Er steht geschrieben im Römerbrief Kapitel 11, Verse 25 -32. Ich lese den Text aus der Übersetzung Hoffnung für alle. Der Text ist überschrieben mit: Gott hält seine Zusagen.

Damit ihr nicht überheblich werdet, liebe Brüder, möchte ich euch anvertrauen, was mir Gott offenbart hat. Ein Teil des jüdischen Volkes ist zwar blind für die Botschaft von Jesus Christus. Aber das wird nur so lange dauern, bis alle Heiden, die Gott dafür ausersehen hat den Weg zu Christus gefunden haben. Danach wird ganz Israel gerettet, so wie es bei den Propheten heißt: „Aus Jerusalem wird der Retter kommen. Er wird Israel von seiner Gottlosigkeit bekehren. Und das ist der Bund, den ich mit ihnen schließe: Ich werde sie von ihren Sünden befreien.“
Indem sie das Evangelium ablehnen, sind viele Juden zu Feinden Gottes geworden. Aber gerade dadurch wurde für euch der Weg zu Christus frei. Doch Gott hält seine Zusagen, und weil er ihre Vorväter erwählt hat, bleiben sie sein geliebtes Volk. Denn Gott fordert weder seine Gaben zurück, noch widerruft er seine Zusagen. Früher habt ihr als Heiden Gott nicht gehorcht. Aber weil die Juden Christus ablehnten, hat Gott euch seine Barmherzigkeit erfahren lassen. Jetzt wollen die Juden nicht glauben, dass Gott jedem Menschen in Christus barmherzig ist, obwohl sie es doch an euch sehen. Aber auch sie sollen jetzt Gottes Barmherzigkeit erfahren. Denn Gott hat alle Menschen – Juden wie Heiden – ihrem Unglauben überlassen, weil er allen seine Barmherzigkeit schenken will.

Soweit der heutige Predigttext. Lasst uns in der Stille um den Segen des Wortes Gottes beten.

Stille

Herr öffne unsere Herzen und Ohren für Dich und Dein Wort und tu meine Lippen auf, dass ich deinen Ruhm verkündige. Amen.

Liebe Gemeinde!
Wie wäre es, wenn wir uns auf Gott nicht mehr verlassen könnten? Stellen Sie sich vor, wie das wäre, wenn seine Worte und Verheißungen nicht mehr gelten würden! Genau mit dieser Frage quält sich Paulus ab. Für ihn ist es einerseits so, als hätten sich mit Jesus Christus all die Verheißungen Gottes erfüllt. Aber andererseits sieht er, dass die meisten Juden das gar nicht erkennen, dass sie Jesus Christus ablehnen. Uns so ihre Rettung aufs Spiel setzen.

Aber kann das denn sein? Sie sind doch Gottes erwähltes Volk. Er hat doch seinen Bund mit ihnen geschlossen, am Sinai, nach der Befreiung aus der Knechtschaft Ägyptens. Gilt das denn nicht mehr?

Für Paulus ist das nicht nur eine theoretische Frage, er leidet wirklich darunter. Und er versucht in drei Kapitel im Römerbrief, dieser Frage nachzugehen, in immer neuen Anläufen und Versuchen.

Ich sage die Wahrheit in Christus und lüge nicht, wie mir mein Gewissen bezeugt im Heiligen Geist, dass ich große Traurigkeit und Schmerzen ohne Unterlass in meinem Herzen habe. Denn ich wünsche, selbst verflucht und von Christus getrennt zu sein für meine Brüder, die Stammesverwandten sind nach dem Fleisch.

Alles würde Paulus hergeben dafür, dass die Juden zu Christus gehören. Sogar seine eigene Seligkeit. Es kann doch gar nicht anders sein, als dass sie gerettet werden. Sie sind doch Gottes erwähltes Volk. Das ist also der Ausgangspunkt: Gottes Erwählung. Und dann aber wieder die Frage: Gilt das denn wirklich noch?

Und diese ganzen Überlegungen schreibt er an die Gemeinde in Rom. Gerade die muss das hören und wissen und verstehen. Denn da gibt es viele Christen, die keine Juden sind. Die darum auch nicht so vertraut sind mit Gottes Wort, mit seinem Gebot und mit seinen Verheißungen an die Väter. Für die seine Erwählung keine so große Bedeutung hat. Die wissen offensichtlich gar nicht, was sie dem Judentum verdanken. Wissen nicht, dass es erst einmal die Berufung Abrahams braucht, damit dann auch gelten kann: In dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf Erden.

„Wir sind Christen, wir sind von Gott erwählt. Wir gehören zu Christus. Das reicht. Und die Juden, die anderen, die interessieren uns nicht“. So ähnlich hat es damals  schon in Rom geklungen. Mehr noch, vielleicht hat man damals auch schon gesagt: Gott hat sein Volk verlassen. Er hat sich ein neues gesucht, die Christen. Er hat sein Volk verstoßen, diesmal endgültig. Vorher hat er die Israeliten ja auch schon immer wieder gestraft, wenn sie ihm untreu wurden.

Auch wenn es damals vielleicht nicht so deutlich gesagt wurde – nach wenigen Jahrhunderten haben die Christen das jedenfalls so gesehen. Die Juden hatten doch ihre Chance gehabt. Ihre Zeit ist vorbei. Nein, ruft Paulus da und erwidert ganz energisch: So frage ich nun: Hat denn Gott sein Volk verstoßen? Das sei ferne. Gott hat sein Volk nicht verstoßen, das er zuvor erwählt hat.

Denkt doch mal: Wenn Gott Israel nicht treu wäre und treu bliebe – dann könnten wir uns doch nicht auf ihn verlassen. Wieso sollte er uns dann treu bleiben? Nein, es ist anders. Schwer zu verstehen, so sagt es auch Paulus. Paulus sagt: Es ist ein Geheimnis. Aber lernt es doch kennen. Israels Heil und unsere Erlösung unsere Rettung, die hängen untrennbar zusammen.

Stellen Sie sich mal einen Ölbaum vor – eine der wichtigsten Pflanzen in Israel. Einen edlen Ölbaum, seit Jahrtausenden kultiviert. Und jetzt sind da neue, wilde Triebe eingepfropft worden – das sind wir, die Heiden. Jetzt bloß nicht erschrecken. Mit Heiden sind in der Bibel alle gemeint, die nicht Juden sind. Also auch wir die Christen!

Wir sind eingepfropft worden in den edlen Baum. Vielleicht ist ein anderer Trieb kaputt gegangen oder wurde entfernt. Aber Paulus spricht: Wenn nun einige von den Zweigen ausgebrochen wurden, du aber, der du ein wilder Ölzweig bist, in den Ölbaum eingepfropft wurdest und Anteil bekommen hast an der Wurzel und dem Saft des Ölbaums, so rühme dich nicht gegenüber den Zweigen. Rühmest du dich aber, so sollst du wissen: Nicht du trägst die Wurzel, sondern die Wurzel trägt dich.

Und genauso, wie wir jetzt dazugekommen sind, und mit dazugehören dürfen, in die große Geschichte von Gottes Verheißungen, so kann jeder einzelne immer wieder zurückkommen. Einfach wieder eingepfropft werden. Und das ist die große Hoffnung von Paulus, dass alle wieder zu dem großen Ölbaum zurückfinden und sich dort einpfropfen lassen.

Wenn jeder dort seinen Platz findet, kann Gottes Wort, seine Barmherzigkeit, seine Liebe zu uns allen kommen. Darauf können wir uns verlassen. Wir können ihm vertrauen.

Ja, wir gehören alle zusammen, sowohl die Heiden als auch die Juden. Gottes Barmherzigkeit gilt für alle. Es ist keiner besser oder schlechter. Denn Gott hat sich unsrer aller erbarmt.

Und damit sind wir wieder beim Evangelium für den heutigen Sonntag aus dem Markusevangelium:

Das größte Gebot

Und es trat zu ihm einer von dem Schriftgelehrten, der ihnen zugehört hatte, wie sie miteinander stritten. Und da er merkte, dass er ihnen fein geantwortet hatte, fragte er ihn: Welches ist das vornehmste Gebot von allen? Jesus aber antwortete ihm: Das vornehmste Gebot ist das: „Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist allein der Herr, und du sollst Gott, deinen Herrn, lieben von ganzen Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüte und von allen deinen Kräften.“

Das andere ist dies: „ Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“ Es ist kein anderes Gebot größer als diese. Und der Schriftgelehrte sprach zu ihm: Meister, du hast wahrlich recht geredet. Er ist nur einer und ist kein anderer außer ihm; und ihn lieben von ganzem Herzen, von ganzem Gemüte und von allen Kräften, und seinen Nächsten lieben wie sich selbst, das ist mehr als alle Brandopfer und Schlachtopfer.

Da Jesus aber sah, dass er verständig antwortete, sprach er zu ihm: Du bist nicht ferne von dem Reich Gottes. Und hinfort wagte niemand mehr, ihn zu fragen.

Wichtig ist, kein Christ muss zum Judentum wechseln, auch kein Jude zum Christentum. Es ist Gottes wunderbare Barmherzigkeit, wie er uns alle in diesem großen Ölbaum zusammenführt.

Darauf können wir uns verlassen. Seine Verheißungen gelten. Von Paulus können wir lernen: Gott ist treu, gegenüber seinem Volk Israel als auch gegenüber uns. Diesen Gedanken können wir mitnehmen in die neue Woche und in die nächste Zeit.

Gott ist immer für uns da, für uns als Gemeinde, für alle unsere Lieben und auch für sein erwähltes Volk Israel.

Und der Friede Gottes, der höher ist, als alle menschliche Vernunft bewahre unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus.

Amen.

 

Wir singen das Lied 409 V. 1 + 4 + 5 + 7

Gott liebt diese Welt,
und wir sind sein eigen.
Wohin er uns stellt, sollen wir es zeigen:
Gott liebt diese Welt!

Gott liebt diese Welt,
ihre Dunkelheiten,
hat er selbst erhellt, im Zenit der Zeiten
kam sein Sohn zur Welt!

Gott liebt diese Welt.
Durch des Sohnes Sterben
hat er uns bestellt zu des Reiches Erben.
Gott erneut die Welt!

Gott liebt diese Welt.
Er wird wiederkommen,
wann es ihm gefällt, nicht nur für dir Frommen,
nein, für alle Welt!

 

Gebet und Segen

Fürbittengebet

Vater im Himmel,
wir preisen dich für deine Gerechtigkeit,
die du für uns aufgerichtet hast.

Wir bitten für dein Volk aus Juden und Christen.
Gib deinen Geist,
der Frieden stiftet und Glauben wirkt.
Hilf, dass Juden und Christen einander achtsam und liebevoll begegnen
und nach deiner Wahrheit suchen.

Wir bitten für den Frieden im Nahen Osten
und im Heiligen Land:
Gib Verantwortlichen in Politik und Gesellschaft den Mut zum ersten Schritt
und die Geduld immer wieder neu den Frieden zu suchen.

Wir bitten dich für die Familien,
für die Menschen, die in Häusern,
Dörfern und Städten miteinander leben:
Gib, dass sie behutsam miteinander umgehen,
dass sie sich am Gelingen und Wohlergehen des anderen freuen.

Wir bitten dich für die Fremden in unserm Land:
Gib, dass sie Hilfe und Begleitung erfahren.
Hilf uns, ihnen freundlich und wertschätzend zu begegnen.

Schaffe du, Herr, Frieden und Gerechtigkeit – heute und in Ewigkeit
Amen.

Und alles was uns sonst noch bewegt,
belastet und bedrückt,
legen wir in das Gebet hinein,
das du uns gelehrt hast:

Vater unser im Himmel.
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute,
und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.

Sendung und Segen
„HERR, du gibst Frieden dem, der sich fest an dich hält und dir allein vertraut“. (Jes., 26,3)
So geht nun in diesen Sonntag und in die neue Woche unter dem Segen des Herrn.

Der HERR segne euch und behüte euch.
Der HERR lasse sein Angesicht leuchten über euch und sei euch gnädig.
Der HERR erhebe sein Angesicht auf euch und gebe euch Frieden.
Amen.

Wir singen das Lied 425, Verse 1 und 3

Gib uns Frieden jeden Tag! Lass uns nicht allein.
Du hast uns dein Wort gegeben, stets bei uns zu sein.
Denn nur du, unser Gott, denn nur du unser Gott,
hast die Menschen in der Hand. Lass uns nicht allein.

Gib uns Freude jeden Tag! Lass uns nicht allein.
Für die kleinsten Freundlichkeiten, lass uns dankbar sein.
Denn nur du, unser Gott, denn nur du, unser Gott,
hast uns alle in der Hand. Lass uns nicht allein.

Orgelnachspiel