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Frische Frühlingsluft!

„Wir bleiben zu Hause!“, ist der Spruch dieser Tage. Doch ein bisschen frische Luft braucht jeder. Ein paar Beobachtungen der letzten beiden Tage…

 

HERR, du bist´s allein, du hast gemacht den Himmel und aller Himmel Himmel mit ihrem ganzen Heer, die Erde und alles, was darauf ist, die Meere und alles, was darinnen ist. (Nehemia 9,6)

Die Losung des Tages weist uns den Weg. Nach draußen geht´s ins Freie! Sport und Bewegung an der frischen Luft sind erlaubt bei Einhaltung aller Regeln. Wer davon Gebrauch macht, wird mit einer herrlich frischen Brise noch kühler Frühlingsluft belohnt. Außerdem gibt´s in Gottes guter Schöpfung Vieles zu entdecken. 

Ich gestehe, ein wenig seltsam ist´s schon, wenn man jemandem begegnet, den man kennt. Ein kurzer Gruß – auf Abstand – und weiter geht´s. Denn es heißt ja: „Keine Grüppchen bilden.“ Es ist schon irgenwie absurd – wir Geschöpfe Gottes werden uns daran hoffentlich nie auf Dauer gewöhnen müssen. 

Unser Blickwinkel verengt sich. Wir sind auf unsere eigenen vier Wände zurückgeworfen, auch auf unser eigenes Ich. Das kann uns zur Besinnung helfen, aber es kann auch schwer werden. Kann ich die Zeit alleine gut gestalten? Kann ich meinem Tag eine feste Struktur geben, wenn auf einmal viele Termine weg sind? Oder: Wie schaffen wir das zu viert über Wochen in der Familie? Es ist ja schon jetzt manchmal dicke Luft, auch wenn wir uns bemühen, immer freundlich miteinander umzugehen. 

Die Tageslosung ist der erste Vers eines großen Bußgebets. Der Beter ruft den Schöpfer der Welt an. Er beschreibt, wie durch Menschenhand Streit und Missgunst gesät wurden. Mahnende Stimmen wurden in den Wind geschlagen. Herr, du bist allein der, der die Welt erneuert, spricht er. Du machst lebendig. 

Du machst wieder lebendig, was in sich verkümmert und verkrümmt ist. Im ersten zarten Frühlingshauch spüren wir das. Unser Blick weitet sich unter dem freien Himmel, den Gott uns schenkt. Das nahe Umfeld, das wir zu Fuß und mit dem Rad erobern können, gewinnt jetzt wieder mehr an Bedeutung. Manch einer entdeckt neue Wege ganz in seiner Nähe. Ein anderer findet einen alten Pfad, den er seit langem nicht mehr gegangen ist. Dabei gibt´s so Manches am Wegesrand zu entdecken. Wir Menschen sind nicht allein auf dieser Welt. Zu Gottes Schöpfung gehört so unendlich viel mehr, was auch dem Menschen gut tut.

Gott, du allein, der du aller Himmel Himmel gemacht hast, bring uns zurück auf den Weg mit dir.

Amen.