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Freunde, dass der Mandelzweig

Freunde, dass der Mandelzweig
wieder blüht und treibt,
ist das nicht ein Fingerzeig,
dass die Liebe bleibt?

Dass das Leben nicht verging,
soviel Blut auch schreit,
achtet dieses nicht gering
in der trübsten Zeit.

Tausende zerstampft der Krieg,
eine Welt vergeht.
Doch des Lebens Blütensieg
leicht im Winde weht.

Freunde, dass der Mandelzweig
sich in Blüten wiegt,
bleibe uns ein Fingerzeig,
wie das Leben siegt.

(Text: Schalom Ben-Chorin 1942, Melodie: Fritz Baltruweit, EG 659)

 

Ein bisschen nachösterliche Hoffnung stiftet dieses Lied. Das neue Leben in Zeiten von Corona wird Tag für Tag genauer definiert. Immer neue Regelungen treten in unseren Alltag. Wie soll die Schule organisiert werden? Wie lange müssen wir uns auf die Einschränkungen einstellen? Unter welchen Auflagen feiern wir einen Gottesdienst? So Vieles ist noch ungewiss. Vieles, was unserem Leben eine Struktur gegeben hat, wird gerade neu buchstabiert. Doch wie lange hat es Bestand?

Draußen blüht die Natur auf. Beständig nimmt der Frühling seinen Lauf. Gottes schaffendes Handeln zeigt sich täglich neu. Seine Liebe bleibt, auch wenn wir es manchmal im Alltag nicht wahrnehmen. Das Leben siegt über den Tod.