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Familiengottesdienst – 19. Juli

Freunde – ach wie war das damals als wir noch jung waren! Wie die vier auf dem Bild. Ob sie wohl Freunde geblieben sind? Durch dick und dünn? Wie viele Male wurde sie beschworen: die Freundschaft. Und doch verlief sie irgendwann im Sande, fast lautlos. Nur wenige wichtige Freunde bleiben. Zum Glück ist man nie zu alt, um neue Freunde zu finden.

Freunde wissen, was einem gut! Sie kritisieren, reden Klartext, aber doch im Guten. Heute feiern wir Gottesdienst mit den kleinen Freunden aus der Kindertagesstätte Wichtelland. Im Mittelpunkt stehen unsere zukünftigen Schulkinder. Sie freuen sich mit ihren Familien auf den Gottesdienst zum Thema Freunde.

 

 

Zum Eingang

Im Namen des Vaters, der Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Liebe Kinder, liebe Eltern,
liebe Erzieherinnen,
liebe Gemeinde,
schön, dass wir diesen Gottesdienst heute feiern dürfen. Schön, dass Ihr, dass Sie hier in den Garten gekommen sind. Für die großen Kinder in der KiTa ist jetzt die Zeit Abschied zu nehmen. Sie gehen bald in die Schule. Das wird aufregend, aber auch schön.
Wir wollen in diesem Gottesdienst Gott danken für alles, was er Euch an Gutem hat erfahren lassen im vergangenen Jahr, aber auch manche Sorge vor Gott bringen, die uns jetzt bewegt.

Wir singen zu Beginn unseres Gottesdienstes das Lied:

Gemeindelied – Halte zu mir guter Gott EG 641, 1+2

Eingangsgebet
Lasst uns beten: 
Guter Gott, Vater im Himmel,
du schenkst uns Zeit zum Leben.
Wenn wir an das vergangene Jahr
und die Kindergartenzeit zurückdenken,
fällt uns viel Schönes ein,
was unser Leben bereichert hat.
Wir haben zusammen gelacht, gelernt,
hart gearbeitet und miteinander gefeiert.
Manches war aber auch nicht so gut.
Wir durften lange nicht in die KiTa gehen.
Wir haben unsere Freunde nicht gesehen.
Wir müssen jetzt viele Regeln einhalten.
Darum bitten wir:
Sei du bei uns in dieser Zeit.
Verzeih uns, wo wir einander nicht gesehen haben.
Guter Gott,
hilf uns, füreinander da zu sein
und sei du immer für uns da – heute und in Ewigkeit.
Das bitten wir dich durch Jesus Christus, unsern Bruder.
Amen.

 

Verkündigung

Lesung – Mk 10,13-16

 

Predigt

Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater und dem Herrn Jesus Christus. Amen.

Jes 43,1-2

Liebe Kinder, liebe Gemeinde,

Freunde gehen durch dick und dünn miteinander. Sie bleiben immer zusammen, egal, was kommen mag. So wie unsere drei Freunde: Jonny Mauser, Franz von Hahn und Waldemar. Auch wenn es mal schwierig wird, versuchen sie sich nicht gleich entmutigen zu lassen.

Von einer Freundschaft steht auch im Alten Testament. Es ist der Bibeltext für den heutigen Sonntag. Im Buch Jesaja heißt es im 43. Kapitel:

So spricht Gott, der Herr, der dich geschaffen und gemacht hat: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!
Wenn du durch Wasser gehst, will ich bei dir sein, und wenn du durch Ströme gehst, sollen sie dich nicht ersäufen.
Wenn du ins Feuer gehst, wirst du nicht brennen, und die Flamme wird dich nicht versengen.

 

Liebe Gemeinde,

wenn´s dick kommt, dann sind die Freunde zur Stelle. Es ist schön Menschen zu haben, mit denen man mal frei von der Leber weg reden kann. Wenn die Wasserwellen bedrohlich groß werden oder wenn uns das Wasser bis zum Hals steht, dann ist da jemand, der zuhört und da ist.

In den letzten Monaten haben wir sie besonders gebraucht. Auch wenn wir sie nicht so oft treffen konnten, am Telefon waren sie doch da. Mit kleinen Nachrichten haben wir einander Anteil nehmen lassen an dem, was uns bewegt.

Unsere kleinsten konnten das am Wenigsten. Um Freundschaften zu schließen und aufrecht zu erhalten, müssen sie sich sehen. Nur dann kann man richtig miteinander lachen, miteinander fröhlich sein, auch mal albern oder miteinander streiten. Zum Glück geht das jetzt wieder.

In unserem Bibeltext heißt es: Gott ist wie so ein guter Freund. Er ist immer da, egal wie es dir geht. Du kannst mit ihm durch dick und dünn gehen. Er ist sogar ein richtig guter Freund: Denn er weiß schon, was Dir gut tut, bevor du es überhaupt sagen kannst. Das wissen nur richtig gute Freunde.

Gott sagt sogar noch mehr: Ich habe dich gemacht und ich habe dich erlöst! Mir kannst du vertrauen. Auch wenn du mal Angst hast – das hat jeder mal, vor allem, wenn du jetzt nicht weißt, wie das in der Schule wird, ob du dort alles richtig machst, ob du Lehrerin nett ist oder die Schule spannend. Also: Auch wenn du mal gar nicht mehr weiter weißt, dann ist Gott da. Er sagt: Ich lasse dich nicht los, denn ich weiß immer, wie es um dich steht. Ich hab´ dich nicht vergessen. Du bist mein Kind.

Das ist tröstlich. Auch für uns Erwachsene, die in diesen Wochen Vieles gleichzeitig organisieren mussten und manchmal nicht wussten, wo ihnen der Kopf stand. Ich hab dich nicht vergessen und ich lasse dich nicht los, sagt Gott. Denn auch der, der an dem Kreuz starb, der gelitten hat, gehört zu mir. Er ist ein Teil von mir. Er ist mein Kind wie du. Darum weiß ich auch, wie es Dir geht. 

Tröstlich ist´s auch, wenn Freunde uns korrigieren. Denn manchmal sind wir tatsächlich auf dem falschen Weg. Dann ist es gut, wenn einem ein erlösendes Wort gesagt wird, dass wir wieder frei werden und zurückfinden auf den Weg, den Gott mit uns gehen will. 

Darum: Vertrauen wir Gott. Kommen wir immer wieder zurück zu ihm, der mit uns durch Feuer und Wasser gehen will, weil er uns kennt. Amen.

Und der Friede Gottes, der höher ist als alle unsere Vernunft bewahre Eure Herzen und Sinne in Christus Jesus. Amen.

Lied – Mögen sich die Wege vor deinen Füßen ebnen

 

Gebet und Segen

Fürbittengebet
Wir falten die Hände und beten:
Guter Gott,
danke, dass du immer bei uns bist wie ein guter Freund.
Dir sagen wir unsere Wünsche und Bitten.
Wir bitten dich für die Erzieherinnen.
Schenke ihnen auch weiterhin viel Kraft und Freude
bei ihrer Arbeit im Kindergarten.
Wir bitten dich für die Kinder,
die den Kindergarten verlassen.
Hilf ihnen neue Freunde und Freundinnen zu finden,
schenke Spaß am Lernen und gute Lehrerinnen und Lehrer.

Wir bitten dich für die Eltern.
Schenke Liebe, Kraft und Gelassenheit
und gib ein offenes Ohr für die Bedürfnisse der Kinder.

Wir bitten dich für alle Kinder auf dieser Welt.
Beschütze und behüte sie und uns.
Bleibe immer unser Freund.

Wir beten gemeinsam mit den Worten Jesu:

Vaterunser

Segen
Der Herr segne euch und behüte euch.
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über euch
und sei euch gnädig.
Der Herr erhebe sein Angesicht auf Euch
und schenke Euch Frieden.
Amen.